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Was die fehlerhaften Dissertationen betrifft, so wurde gar nicht erst mit der Plagiatsdokumentation begonnen, weil sie nicht ergiebig schien. Die Fehler waren als solche zu offensichtlich. Hier werden Dissertationen aufgelistet, bei denen Plagiatsvorwurf und Beurteilung durch die jeweilige Universität weit auseinanderklaffen. So werden denn die jeweiligen Ergebnisse beider Parteien gegenübergestellt, da eine vermittelnde Position nicht möglich ist.

Eine genauere Einschätzung der Fälle wird allerdings auch dann verhindert, wenn Gutachten bzw. deren relevante Inhalte nicht veröffentlicht werden. Da werden Entscheidungen von Kommissionen als absolut gesetzt, ohne sie im Einzelnen zu begründen. Das lässt viel Raum zur Spekulation - transparente Wissenschaft sieht anders aus.

Patrick SensburgBearbeiten

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Bundestagsabgeordneter der CDU, Professor an der FH für öffentliche Verwaltung NRW in Münster
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PlagiatsvorwurfBearbeiten

Im Oktober 2011 wurden Plagiatsvorwürfe gegen Herrn Sensburg auf der Dokumentationsplattform VroniPlag bekannt. Demnach sollten mehr als 20% der Seiten seiner Dissertation Plagiate enthalten. Sensburg bestritt diese Vorwürfe sofort und witterte eine Kampagne gegen ihn. Er habe seine Arbeit nach den Vorgaben der Promotionsordnung seiner Universität angefertigt. Er räumte zwar einige Fehler ein, die sich aber im Bereich von 1,5% bewegen sollten. Darüber hinaus stellte er die Qualifizierung der Mitarbeiter von VroniPlag in Frage.

Die Fernuniversität Hagen, an der Sensburg promoviert hatte, nahm daraufhin ihre Ermittlungen auf. Der Promotionsausschuss wollte die Vorwürfe genau prüfen und auch die beiden Gutachter der Dissertation um eine Stellungnahme bitten.

Entscheidung der PrüfungskommissionBearbeiten

Am 22.11.2011 gab der Promotionsausschuss der Fernuniversität Hagen bekannt, dass gegen Patrick Sensburg kein Verfahren zur Entziehung des Doktorgrades eingeleitet werde. Drei Gutachter, die nicht am früheren Promotionsverfahren beteiligt gewesen seien, hätten unabhängig voneinander die Vorwürfe von VroniPlag als haltlos zurückgewiesen. Alle Fussnoten seien vorhanden, die Vorwürfe von VroniPlag falsch. Die Zitierweise entspräche den Regeln der Feruniversität Hagen. Kleinere Unsauberkeiten seien im Bagatellbereich vorhanden.Die Universität gab keine weiteren Begründungen für ihre Entscheidung ab und war auch nicht bereit, das Gutachten zu veröffentlichen.

KontroverseBearbeiten

Für die Fernuni Hagen ist die Angelegenheit beendet mit der Feststellung, VroniPlag habe Fehler gemacht. Allerdings ist diese Sichtweise nicht ohne weiteres nachprüfbar, solange das Gutachten nicht veröffentlicht bzw. detaillierte Gründe für die Entscheidung genannt werden. Auch ist logischerweise schwer nachvollziehbar, warum die Mitarbeiter vorher in den Fällen Guttenberg, Sass, Pröfrock und Brinkmann erfolgreiche Arbeit geleistet haben, nun aber komplett versagt haben sollen. Was ist also der Grund für die völlig unterschiedliche Einschätzung? VroniPlag will der Angelegenheit weiter nachgehen.





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