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Spanische GrippeBearbeiten

2011

  • Wikipedia 24.11.2011: Spanische Grippe "Die Auswirkung der Pandemie ist damit in absoluten Zahlen mit dem Ausbruch der Pest von 1348 vergleichbar, der seinerzeit mehr als ein Drittel der europäischen Bevölkerung zum Opfer fiel. Eine Besonderheit der Spanischen Grippe war, dass ihr vor allem 20- bis 40-jährige Menschen erlagen, während Influenzaviren sonst besonders Kleinkinder und alte Menschen gefährden." (Wikipedia)
  • Wikipedia 27.09.2011: Johan Hultin "In 1951 the pathologist tried to isolate the 1918 influenza virus from victims who had been buried in the Alaskan permafrost of a town called Brevig Mission. During the pandemic, 72 of the town's 80 residents perished from the flu. In his search, he unearthed bodies but failed to find any live viruses.[3] Nearly 50 years later, in July 1997, Hultin read an article in the journal Science written by virologist Jeffery Taubenberger who was looking for samples of the 1918 flu. Hultin offered his services and returned to Brevig Mission. Again he received permission to dig for victims of the 1918 “Spanish flu”, and this time he unearthed the remains of an obese woman, roughly thirty years old, whom he christened "Lucy". The fat had protected her lungs from decay, and he took both of them. It turned out that in Lucy's case there was enough material to sequence the complete 1918 virus many times over." (Wikipedia)
  • Wikipedia 04.09.2011: Jeffery Taubenberger "Jeffery Karl Taubenberger (* 1961 in Landstuhl, Deutschland) ist ein US-amerikanischer Virologe. Gemeinsam mit Ann Reid hat er als Erster das Genom des Influenzavirus sequenziert, das die „Spanische Grippe“ von 1918 ausgelöst hat. Die Veröffentlichung des Genoms wurde Ende 2005 von der Fachzeitschrift Science als einer der wichtigsten Durchbrüche des Jahres („Breakthroughs of the Year“) bezeichnet und von der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet zur Studie des Jahres gewählt („2005 Paper of the year“)." (Wikipedia)
  • Planet Wissen 14.01.2011: Die Suche nach dem Virus "Ein Jahr später konnten Taubenberger und seine Mitarbeiter das Virus tatsächlich identifizieren. Es ähnelte am ehesten dem einer herkömmlichen Schweinegrippe, wies in seiner Außenhülle aber noch Proteine eines Vogels auf. Die Außenhülle enthielt jedoch nicht die todbringenden Bestandteile des Virus. Eine zweite Probe eines weiteren Soldaten bestätigte das Ergebnis; die Proben waren damit jedoch verbraucht, ohne dass die inneren, vermutlich tödlichen, Bestandteile genauer unter die Lupe genommen werden konnten." (Tobias Aufmkolk)

2009

  • Flu.Gov 04.12.2009: We Heard The Bells: The Influenza of 1918 "These tissues were extremely old, and it was not clear that we could actually recover any genetic material at all from these samples. We had to work out techniques and continue to refine the techniques to extract nucleic acids, DNA and RNA, from these samples. We had started this project in 1995, and it took over a year to find a first positive case to work out our techniques to make sure that we actually could find influenza." (Lisa Laden)
  • taz.de 03.07.2009: SPANISCHE GRIPPE: Virus verbreitet sich immer noch ""Das Vermächtnis dieser Pandemie lebt bis heute fort", resümierte Koautor Anthony Fauci vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases. "Die Grippepandemie von 1918 war ein epochales Ereignis in der öffentlichen Gesundheit." Alle Influenza-A-Viren, die derzeit den Menschen befallen können, seien direkte oder indirekte Nachkommen des damaligen Erregers." (afp)
  • n-tv.de 01.07.2009: Spanische Grippe von 1918: Erreger lebt noch heute "Der Erreger der katastrophalen Grippe-Pandemie des Jahres 1918 ist einer neuen Studie zufolge noch heute in Umlauf. Die so genannte Spanische Grippe habe eine regelrechte Viren-Dynastie begründet, die sich über mehr als neun Jahrzehnte fortgesetzt habe, heißt es in einer im US-Fachmagazin "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Studie. Die Untersuchung des Virus und seiner Nachkommen dokumentiere, dass sich der Erreger "mit einer ganzen Palette an evolutionären Tricks" weiterentwickle und sich so gegen Medikamente immun mache." (AFP)
  • aerzteblatt.de 01.07.2009: Grippevirus von 1918 lebt bis heute fort "Alle Influenza-A-Viren, die derzeit den Menschen befallen können, seien direkte oder indirekte Nachkommen des damaligen Erregers. „Man kann also sagen, dass wir in einer Pandemie-Ära leben, die 1918 begonnen hat“, erklärte Mitautor Jeffrey Taubenberger." (afp/aerzteblatt.de)
  • WELT ONLINE 30.06.2009: Infektionsforschung: Erreger der Spanischen Grippe lebt bis heute fort "Die Autoren der US-Studie betonen allerdings, dass es bei der Entwicklung der Grippeviren Grund zu Optimismus gebe. Sie weisen darauf hin, dass die Pandemien immer weniger Schaden anrichten. Bei der Asien-Grippe 1957 starben noch vier Millionen Menschen, am Hongkong-Erreger von 1968 starben zwei Millionen Menschen, am gegenwärtigen Schweinegrippe-Virus bislang 311 Menschen." (AFP/oc)
  • SPIEGEL ONLINE 27.04.2009: "Nehmen Sie alle Tischler und lassen Sie Särge herstellen" "Mindestens 25 Millionen Tote, nach neueren Hochrechnungen von Medizinhistorikern sogar fast 50 Millionen Menschenleben, forderte die Seuche in den folgenden zwei Jahren - das wäre mehr als das Dreifache der 15 Millionen Weltkriegstoten und vergleichbar nur noch mit der großen Pest von 1348, die 570 Jahre zuvor ein Drittel der Bevölkerung Europas ausgelöscht hatte." (Redaktion einestages)
  • SCIENTIFIC AMERICAN 27.04.2009: Capturing a Killer Flu Virus "This most lethal flu outbreak in modern history disappeared almost as quickly as it emerged, and its cause was long believed lost to time. No one had preserved samples of the pathogen for later study because influenza would not be identified as a virus until the 1930s. But thanks to incredible foresight by the U.S. Army Medical Museum, the persistence of a pathologist named Johan Hultin, and advances in genetic analysis of old tissue samples, we have been able to retrieve parts of the 1918 virus and study their features. Now, more than 80 years after the horrible natural disaster of 1918–1919, tissues recovered from a handful of victims are answering fundamental questions both about the nature of this pandemic strain and about the workings of influenza viruses in general." (Jeffery K. Taubenberger, Ann H. Reid, Thomas G. Fanning)

2006

  • FOCUS ONLINE 09.02.2006: Porträt des Virus: (K)ein alter Bekannter "Michael Katze von der Washington-Universität in Sattle analysierten den Virenstamm von 1918 und infizierten im Hochsicherheitslabor Mäuse. „Bereits nach drei Tagen haben sich die Bronchien und Lungenbläschen weitaus stärker entzündet als bei Versuchstieren, die mit aktuellen Viren infiziert worden waren“, schrieb Katze in der Fachzeitschrift „Nature“. Zudem reagierte das Immunsystem der Mäuse so stark auf den Erreger, dass die körpereigene Abwehr den Mäusen zum Verhängnis wurde." (Julia Bidder)

2007

  • stern.de 12.11.2007: Grippe (Influenza): Die unterschätzte Gefahr "Plötzlich und mit voller Wucht überfällt sie den Körper: In jedem Winter erkranken rund zwei Millionen Menschen an einer Grippe. Zehntausend Deutsche sterben jährlich daran." (Beate Wagner)
  • stern.de 12.11.2007: Vogelgrippe-Pandemie Die Angst vor dem Killerkeim: gerechtfertigt? "Wie gefährlich mutierte Vogelgrippeviren werden können, zeigt die Spanische Grippe. Diese Pandemie, die von 1918 bis 1919 grassierte, nahm schätzungsweise 50 Millionen Menschen das Leben. Die amerikanischen Virologen Jeffery K. Taubenberger und David M. Morens stellten fest, dass der Erreger der Spanischen Grippe zwar zum Subtyp H1N1 gehörte, also ein menschliches Virus war. Die genaue Analyse des Erbguts überraschte die Amerikaner aber: Sie hatten ein mutiertes Vogelvirus vor sich. Erst nach der genetischen Veränderung konnte es zum Massenmörder werden." (Sandra Jessel, Annette Bolz)
  • ZEIT ONLINE 19.01.2006: Vogelgrippe: Jagd auf einen Mörder "Spezialisten fahnden vor allem nach Influenza-Erregern vom Typ A. Die verschiedenen Viren-Stämme unterscheiden sie anhand der Eiweiße Hämagglutinin (H) und Neuraminidase (N). Das erste hilft den Viren, sich an die Zellen ihrer Opfer zu heften. Das zweite löst die entstandenen Tochterviren aus der Zellhülle. Beide Eiweiße sitzen auf der Viren-Oberfläche und sehen von Stamm zu Stamm ein wenig anders aus. Die Viren des Typs A müssen heute bereits von H1 bis H16 und von N1 bis N9 durchnummeriert werden – wobei alle Stämme stetig mutieren und neue Varianten bilden." (Astrid Viciano)

2005

  • heise online 28.12.2005: Wiederbelebung eines Killers "Warum sich das Virus diesmal so viel Zeit lässt, ist ebenso unklar wie die Veränderung, durch die das Virus in regelmäßigen Abständen einen derartigen Aggressionsschub bekommt. Um diese Fragen zu klären, machte sich der Molekularbiologe Jeffrey Taubenberger vom Pathologie-Institut der US-Armee in Rockville auf die Suche nach Resten des Virus, das 1918 als spanische Grippe schätzungsweise 50 Millionen Menschen weltweit tötete. In alten Gewebeproben fand er Bruchstücke des Keims, rekonstruierte daraus mit molekularbiologischen Methoden in mühevoller Kleinarbeit das Viruserbgut und schleuste es mit Hilfe von Genfähren in menschliche Zellen ein. Diese Methode wird als Reverse Genetik bezeichnet. In den Zellen sorgen die Virus-Gene für die Produktion und den Zusammenbau all jener Bestandteile, die für ein Virus nötig sind." (Hanno Charisius,Technology Review)
  • PHARMAZEUTISCHE ZEITUNG online 43/2005: Supervirus durch Mutationen "Das Virus von 1918 ist anscheinend ein Vogelgrippe-Virus, das durch eine Reihe von Mutationen gelernt hat, auf den Menschen überzuspringen. Dies berichtet Professor Dr. Jeffrey Taubenberger, vom Armed Forces Institute of Pathology in Washington, in der Fachzeitschrift »Nature« (437, 889-893). In jahrelanger Arbeit entschlüsselte er die acht codierenden RNA-Abschnitte des Genoms dieses Killervirus. Die letzten drei Abschnitte, die für die virale Polymerase codieren, veröffentlichte er nun in seinem Artikel." (Christina Hohmann)
  • heise online 23.11.2005: Bausatz für einen Killer "Anfang 2005 infizierte Taubenberger Mäuse mit den so erweckten Viren der Spanischen Grippe und bekam einen Eindruck von der Katastrophe, die sich 1918 zugetragen hat: Alle Tiere sterben binnen weniger Tage. Kein anderes Influenza-Virus kann so schnell töten, kein anderes vermehrt sich so explosionsartig, kein anderes ist so infektiös." (Sascha Karberg, Technology Review)
  • FAZ.NET 16.11.2005: Vogelgrippe: Der Sprung auf den Menschen "Auch 1918 waren die Menschen an der Infektion mit einem Vogelgrippevirus gestorben - zwischen 20 und 50 Millionen Personen. Das Virus vom Subtyp A/H1N1 konnte erst vor wenigen Monaten von amerikanischen Forschern um Jeffrey Taubenberger aus Gewebeüberresten von damaligen Grippeopfern rekonstruiert werden. Dabei bestätigte sich der Verdacht, daß es sich um ein reines Vogelgrippevirus handelte. Und noch etwas beunruhigt die Wissenschaftler: Der Erreger der „Spanischen Grippe“ ist Virenstämmen der derzeit grassierenden Vogelgrippe genetisch ähnlicher als jedes andere bekannte Influenzavirus." (Peter-Philipp Schmitt)
  • WELT ONLINE 10.11.2005: Kehrt die Spanische Grippe zurück? "Jeffrey Taubenberger (44) ist Direktor des bei Washington gelegenen Instituts für Molekularpathologie der amerikanischen Streitkräfte (Armed Forces Institute of Pathology, AFIP). Seit Jahren erforscht er den Erreger der Spanischen Grippe, die 1918 viele Millionen Todesopfer forderte. Ihm gelang sogar die Rekonstruktion des einstigen Killervirus H1N1 ." (Madeleine Amberger)
  • SPIEGEL ONLINE 09.11.2005: Viren-Versand: Spanische Grippe kommt per Post "Das Virus wird seitdem von den Centers for Disease Control (CDC) behütet. Die US-Seuchenbehörde hatte zunächst beteuert, den H1N1-Erreger nicht an andere Labore herauszugeben. Nur ein Wissenschaftler besitze streng reglementierten Zugang zu dem Erreger, hieß es. Doch diese Zusage gilt offenbar nicht mehr: Wie das Forschungsmagazin "Nature" jetzt berichtet, will die Behörde das Virus nun an fremde Laboratorien schicken - per Paket, durch private Frachtunternehmen. Prinzipiell könnten alle Einrichtungen, die über eine entsprechende Sicherheitseinstufung verfügen, den Erreger bestellen." (Markus Becker
  • The Epoch Times 25.10.2005: Genetischer Sprengstoff aus dem Eis "Doch es kam noch schlimmer: Die Erkenntnisse der Wissenschaftler um Jeffrey Taubenberger vom Institute of Pathology der US-Armee legen nahe, dass das von ihnen rekonstruierte Virus H1N1 von einem Vogelgrippe-Virus abstammte und die Fähigkeit entwickelte, auch Menschen zu infizieren." (AP)
  • RP ONLINE 25.10.2005: Genetischer Sprengstoff: Mit einem Killervirus gegen die Vogelgrippe "Nachdem die Leiche 80 Jahre lang im eisigen Boden Alaskas gelegen hatte, begannen Forscher ein Spiel mit dem Feuer. Sie gruben den Körper aus, um einen wahren Killervirus genetisch zu rekonstruieren, an dem die Frau während der größten Pandemie des vergangenen Jahrhunderts gestorben war: die Spanische Grippe. Sie forderte 1918/19 zwischen 20 und 50 Millionen Todesopfer, mehr als der erste Weltkrieg. Heute kann der Virus helfen, H5N1 zu besiegen." (rpo)
  • NZZ Online 16.10.205: Wenig beruhigende Szenarien "Präsident Bush hat wiederholt deutlich gemacht, dass er sich von der Gefahr einer Grippeepidemie herausgefordert sieht. Er schliesst den Einsatz des Militärs zur Durchsetzung von Quarantänemassnahmen nicht aus, fordert vom Kongress beträchtliche Mittel und empfiehlt im Übrigen die Lektüre des Buches von John Barry, «The Great Influenza», über die verheerende Grippe-Pandemie von 1918." (NZZ Online)
  • heise online 09.10.2005: Rekonstruktion einer tödlichen Bedrohung "Und nun ist es soweit: Die Armada aus Grippe-Forschern lieferten diese Woche in den beiden führenden Fachmagazine Nature und Science den Beweis, dass das umstrittene Projekt gelungen ist: H1N1 -- so die Bezeichnung des Erregers -- lebt." (Edda Grabar, Technology Review))
  • THE FREE LIBRARY 08.10.2005: Killer findings: scientists piece together 1918-flu virus. "Taubenberger's team found a striking resemblance between the 1918 virus and modern bird-flu strains, including the deadly HSN1 strain currently circulating in Southeast Asia (SN: 9/10/05, p. 171). These results add to evidence suggesting that the 1918 flu originated as an avian strain that acquired the capacity to infect people." C.Brownlee)
  • dradio.de 06.10.2005: Tödliches Grippevirus aus der Versenkung geholt "Einstweilen müssen sich die Centers of Disease Control gegen den Vorwurf verteidigen, nur für die Forschung ein gefährliches Virus in die Welt gesetzt zu haben. Der Vorwurf ist nicht unbedingt berechtigt. Nach 1918 ist das Virus nämlich nicht aus der Welt verschwunden, sondern es hat sich über die Jahre immer stärker verwandelt. Im vergangenen Jahr kursierte es als Stamm New Caledonia." (Grit Kienzlen)
  • dradio.de 06.10.2005: Spanisches Grippevirus wiedererweckt "Vor neun Jahren nahm sich Jeffrey Taubenberger am Pathologischen Institut der US-Armee in Maryland in Formalin konserviertes Lungengewebe aus der Sammlung des Institutes vor - Lungengewebe von 1918. Fast zeitgleich begann ein Kollege von ihm in Alaska Leichen zu exhumieren, die im Permafrostboden begraben worden waren, nachdem sie, ebenfalls 1918 an der Grippe gestorben waren." (Grit Kienzlen)
  • SPIEGEL ONLINE 06.10.2005: Wiederbelebter Erreger: Mutationen machten Grippevirus zum Killer "US-Forscher haben den Erreger der Spanischen Grippe von 1918 rekonstruiert - und Mediziner weltweit elektrisiert. Die Überraschung: Das Killervirus entstand allein durch Mutationen. Nun herrscht Rätselraten, ob die in Asien grassierende Vogelgrippe noch gefährlicher ist als befürchtet." (Markus Becker)
  • nature.com 06.10.2005: Characterization of the 1918 influenza virus polymerase genes "he polymerase protein sequences from the 1918 human influenza virus differ from avian consensus sequences at only a small number of amino acids, consistent with the hypothesis that they were derived from an avian source shortly before the pandemic. However, when compared to avian sequences, the nucleotide sequences of the 1918 polymerase genes have more synonymous differences than expected, suggesting evolutionary distance from known avian strains." (Jeffery K. Taubenberger, Ann H. Reid, Raina M. Lourens, Ruixue Wang, Guozhong Jin, Thomas G. Fanning)
  • SPIEGEL ONLINE 05.10.2005: Kampf gegen Vogelgrippe US-Forscher beleben altes Killervirus "Ein US-Forscherteam hat das Virus in jahrelanger Arbeit seit 1995 nachgebaut. Die Ergebnisse des Experiments, das bereits im Oktober 2003 publik wurde, erscheinen jetzt erstmals detailliert in den Fachblättern "Nature" und "Science"." (Markus Becker)
  • stern.de 05.10.2005: Vogelgrippe: Todesvirus soll Leben retten "Amerikanische Wissenschaftler haben den Erreger der Spanischen Grippe rekonstruiert, der 1918 weltweit 50 Millionen Menschen hinwegraffte. Es ist das erste Mal, dass der Erreger einer Pandemie historischen Ausmaßes wieder zum Leben erweckt wurde, wie das Forscherteam am Mittwoch bekannt gab." (DPA, AP)

2004

  • greenpeace magazin Januar 2004: Tod aus dem Labor "Weil auch die Nationale Akademie für Wissenschaften NAS in den USA keine Biowaffen-Bastelstunden will, beschwor sie die Forscher, freiwillig von bedenklichen Experimenten abzulassen. Das Sunshine Project will es bei Appellen nicht belassen und schlägt einen Verhaltenskodex für Wissenschaftler vor, der jede militärische Forschung an gentechnisch veränderten Erregern ausschließt." (Kirsten Brodde)

2003

  • ZEIT ONLINE 16.10.2003: medizin: Grippen, Gräber und Gelehrte "Mit ihrer Sorge, Grippeviren könnten von Bioterroristen missbraucht werden, stehen die Sunshine-Aktivisten nicht allein. So hat kürzlich ein Team der Stanford University vom Nationalen Institut für Allergien und Infektionskrankheiten der USA 15 Millionen Dollar erhalten, um den möglichen terroristischen Missbrauch von Influenzaviren zu studieren und zu prüfen, ob sich ein Anschlag durch die Entwicklung besserer, möglichst rasch wirkender Impfstoffe parieren ließe. Die Sorge ist groß, dass die bald vollständige Gensequenz der Erreger der Spanischen Grippe von Terroristen zum Schmieden von Biowaffen genutzt wird." (Hans Schuh)
  • The Sunshine Project 09.10.2003: Lethal Virus from 1918 Genetically Reconstructed ""This kind of research is creating a vicious circle, and could prompt a race by biodefense scientists to genetic engineer unthinkable diseases", says Edward Hammond of the Sunshine Project, "What disease comes after influenza? Biodefense laboratories must not become self-fulfilling prophesy centers. The world does not need biodefense programs to create a genetically engineered disease gap."" (Sunshine Project)
  • The Sunshine Project 09.10.2003: Tödlicher Grippestamm von 1918 gentechnisch wiederbelebt "Die Rekonstruktion des Virus wird bereits als Argument für eine intensivierte Biowaffen-Abwehrforschung benutzt. "Das ist ein selbt gemachter Teufelskreis," warnt Edward Hammond vom US-amerikanischen Büro des Sunshine Project. Derartige Forschung löst ein Wettrennen um die gentechnische Herstellung möglichst gefährlicher Viren und Bakterien aus - und um die Forschungsgelder zur Bekämpfung dieser hausgemachten Erreger." (Sunshine Project)
  • RP ONLINE 09.10.2003: Besonders aggressives Virus - Biowaffen-Kritiker: US-Armee züchtet "Spanische Grippe" nach ""Es ist völlig widersinnig, einen gefährlichen Erreger künstlich herzustellen, nur um dann eine Behandlung dagegen zu entwickeln", kritisierte der Hamburger Biowaffen-Experte Jan van Aken vom "Sunshine Project".Die genetische Analyse von Grippestämmen habe ohne Zweifel eine wichtige Bedeutung für die medizinische Grundlagenforschung, sagte er. "Aber das rechtfertigt nicht, ausgerechnet den gefährlichsten aller Grippestämme, der zudem seit langem ausgestorben ist, wieder zu beleben."" (rpo)

2001

  • na presseportal 22.01.2001: GRIPPE - DIE UNTERSCHÄTZTE GEFAHR: Forscher machen Jagd auf ein Killer-Virus "Nicht Aids, Ebola oder neuerdings BSE, sondern die Grippe ist die am meisten unterschätzte Seuche der Gegenwart. Dabei sterben allein in Deutschland an den Folgen der Grippe-Infektion jährlich dreimal mehr Menschen als im Straßenverkehr, weltweit über eine Million. Unterdessen fahnden Forscher rings um den Globus nach Influenza-Viren, die - weil sie ständig ihre Gestalt wechseln - zum Killer mutiert sein können, wie das Hamburger Reportage-Magazin GEO in seiner Februar-Ausgabe berichtet." (ots)

1998

  • PBS Januar 1998: Interview: Jeffrey Taubenberger "But we really think the material is representative and ultimately we might be able to decode the entire virus. But it’s going to take years of effort because the pieces are so small that to reassemble them is an incredibly tedious and time consuming task." (PBS, AMERICAN EXPERIENCE)

Mutierte VogelgrippeBearbeiten

2012

  • SPIEGEL ONLINE 05.03.2012: H5N1 aus dem Labor: Super-Virus soll doch nicht tödlich sein "Was denn jetzt? Tödlich oder nicht? Ron Fouchier, der mit einem Forscherteam ein hochgradig gefährliches H5N1-Virus geschaffen haben will, korrigierte jetzt auf einer Tagung von Fachleuten in Washington frühere Aussagen: Der in seinem Hochsicherheitslabor am Erasmus Medical College in Rotterdam erschaffene Vogelgrippe-Erreger sei zwar ansteckend, aber nicht tödlich. In Übertragungsversuchen mit den "H5N1"-Viren sei keines von sieben in Nachbarkäfigen durch Husten oder Niesen infizierten Frettchen "schwer erkrankt oder verstorben"." (Nicola Kuhrt)
  • STUTTGARTER ZEITUNG 21.02.2012: Bioethik: Alle sollen das Supervirus kennen "Die beiden bekanntesten unpublizierten Manuskripte der Lebenswissenschaften bleiben vorerst unter Verschluss, sollen aber zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden. Das empfehlen 22 internationale Grippe- und Gesundheitschutzexperten, die sich auf Einladung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf getroffen hatten. Ein genauer Zeitplan wurde nicht festgelegt." (Jana Schlütter)
  • heise online 21.02.2012: Aufklärung über Supervirus – aber bitte nicht sofort "Man könnte also zufrieden sein, mit der Entscheidung der WHO. Nun hat sie allerdings noch ein „aber“ in ihre Forderung nach Veröffentlichung der Daten eingebaut: Das soll nämlich erst dann geschehen, wenn alle Fragen zur Sicherheit der Forschungsarbeiten geklärt sind und die Öffentlichkeit genügend über die potentiellen Gefahren aufgeklärt wurde. Bis dahin sollen die Wissenschaftler ihr selbstauferlegtes Moratorium – ihre Forschung für 60 Tage ruhen zu lassen – weiter verlängern." (Veronika Szentpetery, Technology Review)
  • ZEIT ONLINE 20.02.2012: Biosicherheit: Details über Supervirus sollen erscheinen – nur nicht jetzt "Soll die Bauanleitung für ein tödliches und zugleich hoch ansteckendes Virus veröffentlicht werden? Seit mehreren Monaten debattieren Wissenschaftler und Sicherheitsexperten über diese Frage, nun hat sich auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in die Diskussion eingeschaltet. Als erste offizielle Stelle fordert sie die vollständige Publikation sämtlicher Details zweier Studien von Yoshihiro Kawaoka und Ron Fouchier zum Vogelgrippe-Virus H5N1 – allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt.2 (Gianna-Carina Grün)
  • aerztezeitung.de 19.02.2011: H5N1-Forschung: WHO trotzt Terrorangst "Vergangenen Donnerstag und Freitag nun hatten die 22 Experten in Genf getagt, auch Fouchier und Kawaoka waren unter den Teilnehmern. Nach ihrer Klausur kamen sie zu dem Schluss, dass der Nutzen die Risiken solcher Forschungen überwiegt. "Es gibt eine Präferenz für die vollständige Offenlegung der Informationen", sagte der stellvertretende WHO-Generaldirektor Dr. Keiji Fukuda in Genf. Experten erwarten, dass bis zur Publikation noch einige Monate vergehen. Fukuda verwies zudem darauf, dass es "erhebliche Besorgnis" bei der Sicherheit gebe. Daher soll das freiwillige Moratorium der Influenzaforscher nun verlängert werden." (nös)
  • FAZ.NET 18.02.2012: Biosicherheit künstlicher Viren: „Wir müssen die Risiken aushalten“ "Darf die Publikation von Forschung verhindert werden, weil sie für biologische Waffen verwendet werden könnte? Der Streit um künstlich erzeugte Vogelgrippe-Viren hat eine öffentliche Debatte provoziert. Drei deutsche Forscher nehmen Stellung." (Petra Dickmann, Christian Drosten,Stephan Becker)
  • tagesschau.de 18.02.2012: Forschungen an Vogelgrippe-Virus gestoppt: WHO fürchtet Bauanleitung für Bioterroristen "Soviel hat Alberts natürlich verstanden: die Forscher sollen ihre Arbeit an künstlich erzeugten Vogelgrippe-Viren länger als die bisher freiwilligen 60 Tage unterbrechen. Außerdem sollen das Magazin "Science" und das Schwesterblatt "Nature" den seit Monaten druckreif vorliegenden Artikel des Rotterdamer H5N1-Forschers Ron Fouchier weiterhin im Safe behalten." (Silke Hasselmann, mit Video und Audio)
  • RP ONLINE 17.02.2012: Angst vor Bioterrorismus: Vogelgrippen-Forschung weiter blockiert "Die Forscher hatten einem zweimonatigen Moratorium zugestimmt. Bei dem Genfer Treffen wurde kein konkreter Zeitrahmen für die Fortsetzung des Moratoriums vereinbart. Es bestehe Konsens, dass die Forschungen und die Bereitstellung der gewonnenen Erkenntnisse für die Fachwelt wichtig zur Bekämpfung der Vogelgrippe seien, erklärte Fukuda. Zugleich aber müsse die Biosicherheit gewährleistet werden. Die WHO werde auf der Suche nach einer Lösung weitere Expertenrunden anberaumen." (RPO)
  • SPIEGEL ONLINE 17.02.2012: Forscherstreit WHO lehnt Zensur der Supervirus-Daten ab "Am Freitagabend gab WHO-Sonderberater Keiji Fukuda die Ergebnisse aus den Beratungen in einer telefonischen Pressekonferenz bekannt: Ja, sagte Fukuda, bei allen Mitgliedern der WHO-Gruppe herrsche Konsens darüber, dass die Daten vollständig und vollumfänglich veröffentlicht werden sollten. Zwar sei es jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür, aber eine Zensur oder Kürzung der Daten lehne man ab." (Cinthia Briseño)
  • ZEIT ONLINE 01.02.2012: Supervirus: Aus Angst vor Bioterrorismus sollen Grippeforscher schweigen "Man habe Bedenken, dass "eine detaillierte Veröffentlichung der Experimente Einzelnen, Organisationen oder Regierungen helfen könnte, ähnliche Viren für schädigende Zwecke herzustellen", heißt es in dem Gutachten der Berater. Die USA und andere Länder fürchten, dass Terroristen mit dem gefährlichen Virus Biowaffen bauen könnten, wie das Magazin Science berichtet." (ZEIT ONLINE, dpa)
  • Science AAAS 27.01.2012: H5N1: Flu Controversy Spurs Research Moratorium "The announcement capped months of rising tension over two studies, in press at Science and Nature, which describe how researchers made the H5N1 virus more transmissible between ferrets, the animal model that most closely resembles humans in flu studies. The researchers say the work offers benefits for preventing flu pandemics, but others are worried that the studies could provide a blueprint for the creation of a bioweapon or lead to an accidental release of the virus." (David Malakoff)
  • taz.de 27.01.2012: Vogelgrippeexperten verkünden Moratorium: Angst vor dem Supervirus "Vermutlich um vorzubeugen, dass Gesetze erlassen werden, die die Forschung mit gefährlichen Viren zusätzlich einschränken oder gar verbieten, haben die Wissenschaftler das jetzt verkündete, zeitlich begrenzte Moratorium beschlossen. Forscher Richard Ebrigth von der Rutgers University in New Jersey hält das Moratorium laut Science sogar nur für eine PR-Kampagne." (Wolfgang Löhr)
  • dradio.de 25.01.2012: Deutscher Virologe erwartet von tödlichem Vogelgrippevirus wichtige Erkenntnisse "Ein eigentliches Gremium dafür gibt es nicht, aber es gibt natürlich viele Regularien, bei denen beurteilt wird, wie gefährlich Arbeiten mit einem Erreger sind, und wie gefährlich auch der Erreger selber ist, der dann da hergestellt wird. Und dafür gibt es in Europa und in Deutschland auch eine ganze Reihe von Einrichtungen und Verordnungen, die da also eingehalten werden müssen, wenn solche Arbeiten durchgeführt werden." (Liane von Billerbeck)
  • DER TAGESSPIEGEL 24.01.2012: Wissen: Atempause für Grippeforscher "Die Diskussion schaukelte sich weiter hoch. Um sie zu versachlichen, haben sich 39 führende Grippeforscher nun, wie bereits kurz gemeldet, einem 60-Tage-Moratorium unterworfen, eine Pause für die Forschung, wie es sie in der Virologie noch nie gab. „Wir erkennen an, dass wir die Vorteile dieser wichtigen Forschung und die Sicherheitsvorkehrungen genauer erklären müssen“, schrieben sie in einem Statement, das „Science“ und „Nature“ zeitgleich am Freitag veröffentlichten. Gleichzeitig regten sie ein internationales Treffen an, das laut Webseite „ScienceInsider“ Ende Februar von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf ausgerichtet wird." (Jana Schlütter)
  • NZZ Online 23.01.2012: Vogelgrippe-Forscher wählen ein Moratorium "In einem Interview mit «Scienceinsider» erklärt Ron Fouchier vom Erasmus MC Rotterdam, der einen solchen Virus kreiert hat, er bedaure den Unterbruch. Aber verschiedene Organisationen hätten ihnen zu diesem Schritt geraten – darunter auch seine Geldgeber. Zwar sei die Mehrheit der Influenzaforscher von der Wichtigkeit dieser Experimente überzeugt, denn diese böten die Möglichkeit, Impfungen und Medikamente zu entwickeln, bevor derart ansteckende Viren auf natürliche Weise entstehen. Dennoch werde die öffentliche Debatte stark von den Gegnern geprägt. Er hoffe, dass während des Moratoriums wichtige Fragen und Bedenken geklärt werden könnten." ((lsl)
  • sueddeutsche.de 23.01.2012: Vogelgrippe: Wissenschaftler stoppen Arbeit am Supervirus "60 Tage lang wollen sie auf weitere Experimente mit der neuen Variante des Vogelgrippe-Erregers H5N1 verzichten, um Gesundheitspolitikern Zeit zum Beschluss verschärfter Sicherheitsmaßnahmen zu geben. Die USA und andere Länder fürchten, dass Terroristen mit dem gefährlichen und hochansteckenden Virus Biowaffen bauen könnten. Washington hatte deshalb im Dezember an Forscher und Fachjournale appelliert, die Daten des Erregers unter Verschluss zu halten - und so eine Debatte über die Freiheit der Forschung ausgelöst." (Süddeutsche.de/dpa/mcs/beu)
  • aerztezeitung.de 22.01.2012: Terrorangst: Influenza-Forscher stoppen Studien " Nun ist ein Streit entbrannt, der über die beiden Studien hinausgeht. Kritiker warnen vor weiteren Experimenten mit hochgefährlichen Virusmutationen. Sie könnten durch einen Unfall aus den Laboren entweichen. Bereits während der Schweinegrippe machte das Gerücht die Runde, das H1N1-Virus sei womöglich durch einen Laborunfall entwichen. Im konkreten Fall monieren die Kritiker, dass Fouchiers Team in Laboren der biologischen Schutzstufe (BSL) 3 arbeitet. Die Kritiker fordern jedoch die höchste Stufe 4." (nös)
  • n-tv.de 21.01.2012: Wissenschaft - Angst vor Supervirus: Grippeforscher legen Pause ein "Nach Angaben der Journale will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Experten und Behörden zu einer Konferenz Ende Februar in Genf einladen. Der größte internationale Wissenschaftlerverband AAAS (American Association for the Advancement of Science) werde das Thema bei seiner Jahresversammlung Mitte Februar im kanadischen Vancouver ebenfalls in Vorträgen und Seminaren erörtern, hieß es." (n-tv.de, dpa)
  • Berliner Zeitung 21.01.2011: Angst vor Supervirus: Grippeforscher legen Pause ein "Aus Angst vor Bioterrorismus haben Wissenschaftler vorübergehend ihre Forschungen an einem im Labor entwickelten Supervirus gestoppt. Sie unterbrechen freiwillig ihre Experimente mit der neuen Variante des Vogelgrippe-Erregers H5N1 für 60 Tage." (dpa)
  • FOCUS ONLINE 21.01.2012: Pandemie-Erreger: Forscher stoppen Arbeit am Supervirus "Die kontrovers geführte Diskussion um die Veröffentlichung der brisanten Informationen entfachte im Fachmagazin Nature schon zuvor eine Debatte um Nutzen und Risiken von in Laboren gezüchteten Krankheitserregern – aber auch generell um die Sicherheit in diesen Laboren. Um die sei es nämlich schlecht gestellt, finden Lynn Klotz vom Center for Arms Control and Non-Proliferation und Ed Sylvester von der Universität von Arizona. Künstlich erzeugte Infektionen würden sich zu leicht verbreiten. Als Beispiel führten die Wissenschaftler das SARS-Virus an. 2004 hatten zwei Labormitarbeiter sich mit dem Virus infiziert und daraufhin in Peking sieben weitere Personen angesteckt, eine davon starb." (avo/cst/dpa)
  • merkur-online.de 21.01.2012: Angst vor Supervirus: Forscher pausieren "„Wir sehen ein, dass wir und andere Wissenschaftler die Vorteile unserer wichtigen Untersuchungen klar darlegen und Maßnahmen zur Reduzierung möglicher Risiken vorschlagen müssen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Die Fachjournale „Nature“ und „Science“ veröffentlichten jetzt das von 39 H5N1-Experten signierte Dokument. Darin fordern die Unterzeichner ein internationales Forum zur Debatte über die Gefahren des Erregers und angemessene Gegenmaßnahmen." (dpa)
  • ZEIT ONLINE 21.01.2012: Bioterrorismus: Vogelgrippe-Forscher stoppen Arbeit am Supervirus ""Wir sehen ein, dass wir und andere Wissenschaftler die Vorteile unserer wichtigen Untersuchungen klar darlegen und Maßnahmen zur Reduzierung möglicher Risiken vorschlagen müssen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Die Fachjournale Nature und Science veröffentlichten jetzt das von 39 H5N1-Experten signierte Dokument. Darin fordern die Unterzeichner ein internationales Forum zur Debatte über die Gefahren des Erregers und angemessene Gegenmaßnahmen." (ZEIT ONLINE, dpa)
  • SPIEGEL ONLINE 20.01.2012: Pandemie-Debatte: Forscher stoppen Arbeit am Supervirus "In ihrem Brief erkennen die Wissenschaftler an, dass Organisationen und Regierungen in aller Welt Zeit brauchen, um herauszufinden, wie man die Ergebnisse der Forschungsarbeit am besten nutzen kann. "Um die Zeit für diese Diskussionen einzuräumen", heißt es, "werden wir jede Forschung mit Vogelgrippeviren, bei der für Menschen stärker ansteckende Erreger entstehen, freiwillig für 60 Tage aussetzen."" (mbe)
  • Science AAAS 20.01.2012: Flu Researcher Ron Fouchier: 'It's a Pity That It Has to Come to This' "It's a pity that it has to come to this. I would have preferred if this hadn't caused so much controversy, but it has happened and we can't change that. So I think it's the right step to make. It's comparable to what happened in 1975 at the Asilomar conference. But I think that was driven more by the scientists themselves; this time it's mostly the public controversies that drive it." (Martin Enserink)
  • FAZ.NET 20.01.2012: Tödliche Vogelgrippe-Varianten: Virusforscher stoppen gefährliche Experimente "Ist das die erste Notbremse, oder doch vielleicht nur ein weicher, der von vielen erwartete Kompromiss? Drei Dutzend Virusforscher aus aller Welt, die Leiter von Sicherheitslabors der höchsten Schutzkategorie, haben an diesem Freitagabend in einem gemeinsam veröffentlichten „Letter“ ein 60-Tages-Moratorium für Experimente mit den künstlich erzeugten und mutmaßlich gefährlichsten Influeanzaviren der Welt angekündigt." (Joachim Müller-Jung)
  • FOCUS ONLINE 16.01.2012: Streit um gefährlichen Vogelgrippeerreger: Ist das Supervirus Fluch oder Segen? "Die kontrovers geführte Diskussion um die Veröffentlichung der brisanten Informationen entfacht in der aktuellen Ausgabe des Fachblatts Nature eine Debatte um Nutzen und Risiken von in Labors gezüchteten Krankheitserregern – aber auch generell um die Sicherheit in diesen Labors. Um die sei es nämlich schlecht gestellt, finden Lynn Klotz vom Center for Arms Control and Non-Proliferation und Ed Sylvester von der Universität von Arizona. In Labors künstlich erzeugte Infektionen würden sich zu leicht verbreiten. Als Beispiel führen die Wissenschaftler das SARS-Virus an. 2004 hatten zwei Labormitarbeiter sich mit dem Virus infiziert und daraufhin in Peking sieben weiter Personen angesteckt, eine davon starb." (avo)
  • ZEIT ONLINE 13.01.2011: Influenza-Studien: Experten rätseln, wie Forscher Wissen über Killervirus teilen können "Erst sollten sie gar nicht veröffentlicht werden, dann nur in Auszügen: Die Influenza-Studien von Ron Fouchier und Yoshihiro Kawaoka, in denen sie beschreiben, wie aus dem tödlichen Vogelgrippe-Virus H5N1 eine hoch ansteckende Variante wird, lösten eine Debatte aus. Nicht nur unter Forschern, sondern besonders auch zwischen den Herausgebern der beiden größten Wissenschaftsmagazine Science und Nature sowie der amerikanischen Politik. Dürfen Informationen über einen möglichen Killervirus an die Öffentlichkeit gelangen? Muss die Wissenschaft hinter bioterroristischen Bedenken zurücktreten?" (Gianna- Carina Grün)
  • der Freitag 13.01.2012: Der Vogel mit der Grippe "Die Herstellung ist am Ende wohl einfacher gewesen als gedacht, das Resultat liest sich, wie man es seit Jahren befürchtet hat. Todesrate: 100 Prozent. Ansteckungsrate: extrem. Vermehrung: irre schnell. Die im Labor zusammengebastelte Variante eines Vogelgrippekeims bringt Sicherheitsexperten auf den Plan, es sei eine „Gewissheit“, dass das Virus dem Labor entfleuchen werde, prophezeit ein Fachmann in Nature. „Die Forscher haben ein Virus konstruiert, das wohl die effektivste Biowaffe ist, die wir heute kennen“, kommentiert ein Mitglied mehrerer Biosicherheits-Ausschüsse." (Kathrin Zinkant)

2011

  • ZEIT ONLINE 30.12.2011: Streit um Grippevirus: Duales Dilemma "Die Angelegenheit ist nicht nur ein Präzedenzfall für die Biowissenschaft. Lange war das Problem einer doppelten Verwendbarkeit auf das überschaubare Feld atomarer Aufrüstung beschränkt. Dual use stand in der Exportkontrolle für Wissen und Gerät, die zum Bau von Kernwaffen zweckentfremdet werden könnten. Etwa Hochleistungszentrifugen, die in der pharmazeutischen Industrie eingesetzt werden, aber auch der Anreicherung von Uran dienen können. Aber was ist heute nicht dual-use?" Stefan Schmitt)
  • stern.de 28.12.2011: Tödliche Erreger aus dem Labor: Furcht vor dem Supervirus "Was die Wissenschaftler besonders schockierte: Die Verwandlung des Virus sei relativ leicht gewesen, sagt Fouchier. Zwei Forscherteams hatten zunächst drei Mutationen in das Erbgut des Virus eingeführt. Dann infizierten sie Labor-Frettchen und entnahmen ihnen anschließend diesen veränderten Erreger, um andere Versuchstiere in direktem Kontakt anzustecken. Nach nur wenigen Durchläufen war das Virus zwei weitere Male auf natürliche Weise mutiert. Besonders beängstigend: Drei von vier Frettchen erkrankten plötzlich auch dann, wenn ein infiziertes Tier nur im Nachbarkäfig saß." (Fanny Jimenez)
  • The New York Times 26.12.2011: Debate Persists on Deadly Flu Made Airborne "Some biosecurity experts have even said that no scientist should have been allowed to create such a deadly germ in the first place, and they warn that not just the blueprints but the virus itself could somehow leak or be stolen from the laboratory." (Denise Grady, Donald G. McNeil jr.)
  • Deutsche Welle 25.12.2011: Superviren unter Verschluss "In Teilen der Wissenschaftsgemeinschaft stieß dieses Vorgehen auf Unmut. Der Deutsche Hochschulverband sprach sogar von "Zensur." Philosophen, die sich mit Ethik in den Biowissenschaften beschäftigen, verweisen jedoch darauf, dass in diesem Fall die Forschungsfreiheit gegen das Recht der Menschen auf Gesundheit und öffentliche Sicherheit abgewogen werden muss. Und diese Güterabwägung sei nicht leicht." (Fabian Schmidt)
  • TODAY online 24.12.2011: Nature is the greatest bioterrorist "In fact, this is not the first time that biosecurity chiefs have gone berserk over Frankenstein-style experiments on viruses. In 2005, there were similar fits of hysterics when US scientists succeeded in resurrecting the "Spanish flu" virus, the bug responsible for the deadliest pandemic in history, which killed an estimated 50 million people worldwide in 1918." (Mark Honigsbaum)
  • WELT ONLINE 23.12.2011: Supervirus versetzt USA in Angst "Der Nationale Beraterausschuss für Biosicherheit der USA (NSABB) bat die Herausgeber von "Science" zur Zurückhaltung. Wegen der Terrorgefahr sollten nur unverfängliche Daten veröffentlicht werden. Fouchier hat das Manuskript inzwischen überarbeitet. Aber weder der Autor noch die Herausgeber sind mit der Entscheidung glücklich. Seine Entdeckung habe enorme Tragweite, argumentiert der Forscher. Sollte das Supervirus jemals durch natürliche Mutation, einen Unfall im Labor oder Bioterror auftauchen, müssten Mediziner es bekämpfen können." (Agentur)
  • B.Z 23.12.2011: Bio-Terror-Angst: Neues Supervirus versetzt die USA in Panik "Auch die beiden Forscher verteidigen sich damit, dass ihre Arbeit die Suche nach Impfstoffen und anderen Mitteln gegen das Supervirus fördert. Fouchier hat sein Papier derweil überarbeitet und kritische Daten herausgenommen, bestätigte „Science“. Der Chefredakteur von „Nature“, Philip Campbell, teilte mit, dass er derzeit mit dem Beraterausschuss für Biosicherheit im Gesundheitsministerium über die Veröffentlichung der Studie aus Wisconsin verhandele." (B.Z, dpa)
  • n-tv.de 23.12.2011: Studie soll geheimgehalten werden: "Supervirus" sorgt für Aufregung ""Es war ein "dummes" Experiment, sagt der niederländische Forscher Ron Fouchier heute. In seinem Labor an der Erasmus Universität in Rotterdam infizierte er Frettchen mehrfach hintereinander mit dem Vogelgrippen-Virus H5N1. Am Ende hatte sein Team einen Erreger erzeugt, der sich in Windeseile unter den Tieren ausbreitete und die meisten von ihnen tötete. Das Gleiche würde unter Menschen geschehen, sollte das "Supervirus" je in die Öffentlichkeit gelangen, warnte Fouchier in einem Interview mit der "New York Times"." (Gisela Ostwald, dpa)
  • taz.de 23.12.2011: Angst vor Bioterroristen: Zensur für Wissenschaftler "Finanziert wurden die Forschungen von der US-Behörde National Institutes of Health (NIH). Das Ziel war, Therapien gegen Grippeviren zu verbessern. Damit Terroristen dieses neue Virus nicht nachbauen können, will die US-Behörde für biologische Sicherheit verhindern, dass Informationen wie etwa die veränderten Gensequenzen publiziert werden. " (Wolfgang Löhr)
  • Berliner Morgenpost 23.12.2011: Furcht vor Bio-Terrorismus: Supervirus aus dem Labor beunruhigt US-Regierung "Die Forschung war sogar von offizieller amerikanischer Seite unterstützt worden: Die Nationalen Gesundheitsforschungsinstitute (NIH) in Bethesda hatten die Studien finanziert, um die Infektionsgefahr des H5N1-Virus besser einschätzen und Vorsorge treffen zu können. Die Aufforderung an die Forscher und die Magazine „Science“ und „Nature“, Teile der Arbeit nicht zu veröffentlichen, sei nicht einfach gewesen, erklärte Anthony Fauci, beim Nationalen Institut für Gesundheit zuständig für Infektionskrankheiten. " (Lauran Neergaard, Danielle Bengsch)
  • n-tv.de 22.12.2011: Anschläge mit Millionen Opfern möglich: Angst vor neuem Supervirus "Die US-Regierung hat an Forscher und Wissenschaftsjournale appelliert, Daten über ein im Labor entwickeltes Supervirus unter Verschluss zu halten. Bei dem überaus gefährlichen und hochansteckenden Virus handelt es sich um eine Variante des Vogelgrippe-Erregers H5N1." (dpa/AFP)
  • ZEIT ONLINE 22.12.2011: Bioterrorismus: Bauanleitung für Supervirus soll nur Forschern zugänglich sein "Es müsse daher ein transparenter Mechanismus gefunden werden, der die kritischen Daten den verantwortlichen Influenza-Forschern in der ganzen Welt zugänglich macht, sagt Alberts. Gleichzeitig müsse gewährleistet sein, dass diese Informationen nicht in die falschen Hände fallen. Man warte mit einer endgültigen Entscheidung über die Art der Veröffentlichung ab, bis die Regierung einen solchen Plan entwickelt hat. Die aktuelle Empfehlung des NSABB erwähnt eine solche Regelung aber nicht." (Gianna-Carina Grün)
  • heute.de 22.12.2011: Terrorangst vor einem neuen Bio-Erreger "Fouchier hat sein Papier derweil überarbeitet und kritische Daten herausgenommen, bestätigte "Science". Der Chefredakteur von "Nature", Philip Campbell, teilte mit, dass er derzeit mit dem Beraterausschuss für Biosicherheit im Gesundheitsministerium über die Veröffentlichung der Studie aus Wisconsin verhandele." (heute.de, dpa, reuters, ap)
  • Frankfurter Rundschau 22.12.2011: Angst vor dem Supervirus: USA fordern Zensur von Wissenschaftlern "Die Nationalen Gesundheitsforschungsinstitute (NIH) der USA in Bethesda hatten die Studien finanziert, um die Infektionsgefahr des H5N1-Virus besser einschätzen und Vorbeugung treffen zu können. Beide Arbeiten hätten gezeigt, dass das Infektionspotenzial des Virus für Säugetiere, Menschen eingeschlossen, deutlich größer ist als bisher angenommen, teilten die NIH jetzt mit." (dpa)
  • Hamburger Abendblatt 22.12.2011: Vogelgrippe - Supervirus: Wissenschaftler gegen Forschungs-Zensur "Die beispiellose Intervention der US-Regierung in Forschungen zu einem möglichen Killervirus löst in weiten Kreisen der Wissenschaft Kritik aus. Die von US-Behörden beabsichtigte Zensur von Forschungsergebnissen über das Vogelgrippe-Virus bezeichnete der Deutsche Hochschulverband am Donnerstag als zweifelhaft. „Nationale Interessen können grundsätzlich nicht als Rechtfertigung herangezogen werden, um in die Forschungsfreiheit einzugreifen“, heißt es in einer Reuters übermittelten Stellungnahme des Verbandes. Zuvor hatten Forscher außerhalb Deutschlands Stellung gegen die Warnung der US-Regierung vor bioterroristischen Angriffen bezogen." (Reuters)
  • sueddeutsche.de 22.12.2011: Kontroverse um Supervirus: Verheimlichen wäre gefährlicher "Nun haben Forscher in einem niederländischen Labor ein Grippevirus gezüchtet, das alle bösen Eigenschaften kombiniert: hohe Übertragbarkeit und hohe Todesrate. Der experimentelle Erreger wütet derzeit zwar nur unter Labor-Frettchen, doch der Schritt zu einem katastrophalen Menschenvirus ist nicht mehr weit. Damit steht die Biologie vor einer ähnlichen Frage wie einst die Physik, als sich die Kernspaltung offenbarte, oder die Chemie, als erstmals Nitroglyzerin mit Kieselerde zu Dynamit vermengt wurde: Was tun mit potentiell gefährlichem Wissen? Schublade zu? Alles unter Verschluss?" (Patrick Illinger)
  • FINANCIAL TIMES 22.12.2011: Angst vor Bioterrorismus: US-Forscher entwickeln Supervirus "Der Chef des Erasmus-Instituts für Virologie in Rotterdam, Professor Albert Osterhaus, hält es jedoch für unwahrscheinlich, dass die neue Variante des H5N1-Virus in die Hände von Terroristen gelangen könnte. "Die Sicherheitsmaßnahmen, die wir unternommen haben, sind von allen Seiten überprüft worden, die sind so, dass das eigentlich unmöglich ist", sagte Osterhaus am Donnerstag im RBB-Inforadio und versicherte zugleich: "Wir haben beschlossen, dass wir nicht die ganze Geschichte publizieren werden, sondern nur, dass es gelungen ist, so ein Virus zu produzieren. Die wirklichen Mutationen geben wir aber nicht preis."" (dpa, Financial Times)
  • dradio.de 22.12.2011: "Ich halte diese Entscheidung für falsch" "Ich halte diese Entscheidung die Daten nicht zu veröffentlichen für falsch. Aus wissenschaftlicher Hinsicht auf jeden Fall für falsch, weil wir das nur richtig beurteilen können, wenn wir die Daten haben. Diese Ergebnisse haben natürlich eine große wissenschaftliche Bedeutung, weil sie uns wichtige Erkenntnisse darüber liefern, wie ein Vogelvirus zu einem menschlichen Virus wird. Und das ist für die Überwachung der Grippeentwicklung auf der Erde außerordentlich wichtig." (Interview mit Hans-Dieter Klenk von Jochen Steiner)
  • stern.de 22.12.2011: Debatte um neues Supervirus Gefahr aus dem Labor " Der Vorgang ist einzigartig. Noch nie zuvor habe sich die US-Regierung in die Veröffentlichung einer Studie eingeschaltet und Geheimhaltung empfohlen, erklärte "Science"-Chefredakteur Bruce Alberts. Üblich ist, dass Forscher alle Einzelheiten auf den Tisch legen, damit andere Kollegen die Studie wiederholen und ihr Ergebnis verifizieren können. Stattdessen schlug der Beraterausschuss für Biosicherheit im US-Gesundheitsministerium "Science" jetzt vor, nur das Ziel der Studie zu beschreiben, nicht aber die Experimente selbst." (lea/DPA)
  • N24 22.12.2011: Appell an Forscher: USA fürchten neues Supervirus "Fouchier hatte bereits im September auf Malta über sein neues Vogelgrippe-Virus gesprochen. Es habe nur weniger Mutationen bedurft, um den Erreger hochansteckend zu machen, sagte er damals. Die Nationalen Gesundheitsforschungsinstitute (NIH) der USA in Bethesda hatten die Studien finanziert, um die Infektionsgefahr des H5N1-Virus besser einschätzen und Vorbeugung treffen zu können. Beide Arbeiten hätten gezeigt, dass das Infektionspotenzial des Virus für Säugetiere, Menschen eingeschlossen, deutlich größer ist als bisher angenommen, teilten die NIH jetzt mit." (dpa, N24)
  • FOCUS ONLINE 22.12.2011: Bio-Erreger im Labor: US-Regierung hat Terrorangst vor Supervirus "Üblich ist, dass Forscher alle Einzelheiten auf den Tisch legen, damit andere Kollegen die Studie wiederholen und ihr Ergebnis verifizieren können. Stattdessen schlug der Beraterausschuss für Biosicherheit im US-Gesundheitsministerium „Science“ jetzt vor, nur das Ziel der Studie zu beschreiben, nicht aber die Experimente selbst." (ps/dpa)
  • heise.de 21.12.2011: Forschungsarbeiten über gefährliches H5N1-Virus werden zurückgehalten "Dagegen gibt es auch Stimmen, die fordern, dass solche Arbeiten wegen ihrer Gefährlichkeit schon im Vorfeld unterbunden werden sollten. Diese Haltung vertritt zum Beispiel Thomas Inglesby, Direktor des Zentrums für Biosecurity an der Universität von Pittsburgh. Er fürchtet, dass Geheimhaltung, wenn bereits geforscht wurde, nicht mehr möglich sei: "Now that it has been done, the information will ultimately probably get out one way or another."" (Thomas Pany, Telepolis)
  • aerzteblatt.de 21.12.2011: Vogelgrippe: Zensur aus Sorge um Bioterrorismus "Das Risiko, dass Krankheitserreger aus einem Labor der Stufen BSL-3 und BSL-4 entweichen, ist extrem unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Das US National Research Council hat jüngst in einem Bericht über 395 Verstöße gegen die Sicherheitsregeln in US-Labors in den Jahren 2003 bis 2009 berichtet." (rme/aerzteblatt.de)
  • SPIEGEL ONLINE 21.12.2011: Bioterrorismus: Neues Supervirus ängstigt US-Regierung "Fouchier und sein Team vom Erasmus Medical Center in Rotterdam sowie Kollegen von der University of Wisconsin in Madison hatten herausgefunden, dass nur fünf Mutationen notwendig sind, um das Vogelgrippevirus H5N1 in einen Erreger zu verwandeln, der per Tröpfcheninfektion übertragbar wäre. Im September hatte Fouchier seine Ergebnisse erstmals öffentlich vorgestellt, auf einem internationalen Influenza-Kongress in Malta. Der Virologe benannte dabei auch klar das Gefahrenpotential seiner Entdeckung: "Das sind in der Tat sehr schlechte Nachrichten."" (Cinthia Briseño)
  • FOCUS ONLINE 21.12.2011: Potenzielle Biowaffe: Streit um den Bauplan für das Supervirus "Der Vorsitzende der NSABB, Paul Keim, zeigte sich im vergangenen Monat zutiefst besorgt über das Virus. „Ich kenne keinen anderen krankheitserregenden Organismus, der so beängstigend ist wie dieser“, sagte Keim laut dem US-Verband zur Förderung der Wissenschaft. Seine Behörde forderte die beiden Zeitschriften angesichts der „extrem ernsten globalen Bedrohung der Gesundheit“ auf, „Änderungen an den Texten“ vorzunehmen." (kh/afp)
  • sueddeutsche.de 21.12.2011: Super-Virus entwickelt: US-Regierung empfiehlt Forschern zu schweigen "Das Ministerium stützt sich auf die gleichlautenden Empfehlungen des unabhängigen Expertengremiums NSABB. Nur die Schlussfolgerungen aus den Versuchen sollen in den Fachzeitschriften Science und Nature erscheinen - nicht aber, wie die Forscher vorgegangen sind und wie die Viren im Detail aussehen." (Katrin Blawat)
  • abc News 20.12.2011: US Blocks Publication of Research on Highly Contagious Bird Flu Strain "Researchers in the Netherlands have created a mutated, highly contagious form of the deadly H5N1 bird flu strain that some fear could kill millions if it were unleashed on the general public. The U.S. government wants to keep the methodology behind the strain's creation under wraps for now, fearing its release could heighten the strain's potential for use as a weapon of biological warfare." (Mikaela Conley)
  • The INDEPENDANT 20.12.2011: Alarm as Dutch lab creates highly contagious killer flu "A senior source close to the Biosecurity board, who wished to remain anonymous, told The Independent that the National Institutes of Health, which funded the work, is about to make a decision on how much of the scientific paper on the H5N1 super strain should be published, and how much held back." (Steve Connor)
  • nature.com 20.12.2011: Fears grow over lab-bred flu "t is a nightmare scenario: a human pandemic caused by the accidental release of a man-made form of the lethal avian influenza virus H5N1. Yet the risk is all too real. Since September, news has been circulating about two groups of scientists who have reportedly created mutant H5N1 variants that can be transmitted between ferrets merely breathing the same air, generally an indicator that the virus could also spread easily among humans." (Declan Butler)
  • FP Foreign Policy 15.12.2011: The Bioterrorist Next Door "In September, an amiable Dutchman stepped up to the podium at a scientific meeting convened on the island of Malta and announced that he had created a form of influenza that could well be the deadliest contagious disease humanity has ever faced. The bombshell announcement, by virologist Ron Fouchier of Erasmus Medical Center, sparked weeks of vigorous debate among the world's experts on bioterrorism, influenza, virology, and national security over whether the research should have been performed or announced and whether it should ever be published." (Laurie Garrett)
  • THE AUSTRALIAN 13.12.2011: Scientists mutate killer virus "The announcement led to fears the mutant virus could find its way into nature or that the publication of the research on how the virus was mutated could be used by terrorists." (AFP)
  • sueddeutsche.de 03.12.2011: Streit um Vogelgrippe-Studien: Wo die Freiheit der Forschung aufhört "Wie weit reicht die Freiheit der Forschung? Sollen - oder dürfen - Wissenschaftler alles ausprobieren, was technisch möglich ist, auch auf die Gefahr hin, dass Verbrecher ihre Erkenntnisse verwenden? Zurzeit sind es Virologen, die darüber diskutieren. Es geht um künstlich veränderte Erreger der Vogelgrippe in einem Hochsicherheitslabor des Medizinischen Zentrums der Erasmus-Universität Rotterdam." (Katrin Blawat)
  • dradio.de 01.12.2011: Virologie Verschlusssache Killervirus "Im Interview mit Martin Enserink sprechen wir darüber, warum die Ergebnisse der Studie zurückgehalten werden und wie die Wissenschaft mit solchen gefährlichen Experimenten umgehen kann: "Die Prüfung des Artikels kommt zu spät", sagt Martin Enserink. Eigentlich müsse eine solche Debatte geführt werden, bevor die gefährlichen Experimente stattfinden: "Doch im Moment gibt es noch zu wenige Kontrollinstanzen."" (dradio.de)
  • SPIEGEL ONLINE 30.11.2011: Grippe-Erreger: Supervirus ängstigt Forscher "Damit haben die Forscher am Erasmus Medical Centre in Rotterdam genau jenen Erreger geschaffen, vor dem Seuchenexperten schon immer wieder gewarnt haben. Die Vogelgrippe hat seit 2003 mehr als die Hälfte der 570 Menschen getötet, die an ihr erkrankt waren. Glücklicherweise war der Erreger unter Menschen kaum ansteckend, fast immer war er direkt von Tieren übertragen worden. Das unterscheidet ihn von anderen Viren. Das Schweinegrippevirus H1N1 etwa verbreitete sich in Windeseile von Mensch zu Mensch, verursachte aber meist nur milde Symptome." (Cinthia Briseño)
  • Basler Zeitung 29.11.2011: «Ich kenne kein Virus, das so unheimlich ist wie dieses» "Es gibt Epidemiologen, welche die Forschung von Ron Fouchier unterstützen. Sie erhoffen sich durch die neuen Erkenntnisse, ihren Massnahmenkatalog gegen Pandemien testen und verbessern zu können. Andere nehmen die Forschungsergebnisse nicht ganz so freudig zur Kenntnis. «Ich kenne keinen anderen pathogenen Organismus, der so unheimlich ist wie dieser», sagt Paul Keim vom «US National Science Advisory Board for Biosecurity» (NSABB). «Im Vergleich dazu macht mir Anthrax keine Angst.» Das NSABB untersucht gegenwärtig, ob die Studie von Fouchier publiziert werden darf. Ursprünglich war vorgesehen, die Resultate in «Science» zu veröffentlichen." (Fabienne Klenger)
  • ZEIT ONLINE 28.11.2011: Bioterrorismus: US-Gremium hält Studien zu potenziell tödlichem Virus zurück "Das NSABB befürchtet, dass die "Bauanleitung" eines solchen Virus in die falschen Hände gelangen könnte. "Es ist grundsätzlich keine gute Idee, ein tödliches Virus in ein tödlich-ansteckendes Virus zu verwandeln. Und es ist ebenfalls keine gute Idee, das dann auch noch zu veröffentlichen", sagte Thomas Inglesby, Direktor des Center for Biosecurity an der University of Pittsburgh und Mitglied im NSABB, der FAS." (Gianna-Carina Grün)
  • dradio.de 28.11.2011: Biowaffe Vogelgrippe "Wie der "New Scientist" berichtet, hat Ron Fouchier seine Studie beim Fachblatt "Science" eingereicht. Jetzt liegt sie beim US-amerikanischen Nationalen Gremium für Biologische Sicherheit. Es soll mit darüber entscheiden, ob die Studie überhaupt veröffentlicht wird. Viele befürchten, dass eine Veröffentlichung verheerende Folgen haben könnte. Auch der Mediziner Donald A. Henderson. In den 70er-Jahren hat er mit seinen Kollegen von der Weltgesundheitsorganisation die Pocken ausgerottet. Heute arbeitet er am Zentrum für biologische Sicherheit an der Universität von Pittsburgh." (Marieke Degen)
  • Erasmus MC 27.11.2011: Avian influenza could evolve into dangerous human virus "Erasmus MC researchers have discovered that the H5N1 influenza virus (bird flu) could develop into a dangerous virus that can spread among humans. To achieve this in a laboratory, they introduced a number of mutations to the virus that could also occur in nature." (Erasmus MC)
  • Die Presse.com 24.11.2011: Pandemiegefahr: Heftige Kritik an neuen Grippeviren "Doch da die Kritik auch aus Forscherkreisen immer lauter wird – auch Entwickler von Biowaffen und potenzielle Bioterroristen lesen Wissenschaftsjournale –, hat er sich mit Bitte um vorherige Begutachtung an den NSABB gewandt. Das kommt nur selten vor, immer dann, wenn an etwas geforscht wird, was extrem gefährlich ist oder es werden könnte: „Dual use“ heißt das dann, wenn man etwa zur Erkundung der Abwehr eines Erregers – durch Impfstoffe oder Medikamente – diesen selbst erst herstellt." (Jürgen Langenbach)
  • RT 24.11.2011: Man-made super-flu could kill half humanity "Many academics and biosecurity experts are naturally cautious about releasing information which could provide any bioterrorist with a ready recipe to hold the world to ransom. Some argue that such work should never have been done in the first place and call for international monitoring of potentially harmful research." (RT News)
  • science AAAS 23.11.2011: Scientists Brace for Media Storm Around Controversial Flu Studies "Fouchier's paper is one of two studies that have triggered an intense debate about the limits of scientific freedom and that could portend changes in the way U.S. researchers handle so-called dual-use research: studies that have a potential public health benefit but could also be useful for nefarious purposes like biowarfare or bioterrorism." (Martin Enserink)
  • NewScientist 21.11.2011: Bioterror fears could block crucial flu research "Someone might try to make it into a weapon, Ingelsby says, but a more likely threat is that more scientists will work with the modified virus, increasing the likelihood of it escaping the lab. "Small mistakes in biosafety could have terrible global consequences," he says." (Debora MacKenzie)
  • Mail Online 18.11.2011: Scientists mutate bird flu to make it MORE contagious - but critics claim the bioweapon' must be kept secret "But in this case, many experts say that the research should be suppressed - in case the new 'tweaked' virus is used as a bioweapon. A more contagious version of H5N1 could be a terrible weapon in the hands of terrorists. Fouchier's work is now being scrutinised by an American committe called the National Science Advisory Board for Biosecurity, says NPR." (Rob Waugh)
  • Wkipedia 07.08.2011: Masato Tashiro "Er meint: „Wir werden systematisch belogen“, warnt jedoch vor übertriebenem Alarmismus, weil die von ihm vorgestellten Zahlen nicht für einen Katastrophenfall stehen." (Wikipedia)
  • Wikipedia 28.05.2011: Yoshihiro Kawaoka "Kawaoka fand Rezeptoren im menschlichen Atemwegstrakt für Vogelgrippe-Viren (H5N1) und identifizierte 2006 Mutationen, die bei Vogelgrippe eine besondere Pathogenität erzeugen, indem sie besonders gut an diese Rezeptoren binden." (Wikipedia)

2008

  • ZEIT ONLINE 29.07.2008: h5n1: China unter Verdacht "Zunächst einmal: Herr Masato Tashiro leitet ein sehr wichtiges WHO Kollaborationszentrum, aber er hat nichts mit offiziellen Verlautbarungen der WHO zu tun. Die Äußerungen, die er nun in Marburg getan hat, sind offensichtlich falsch zitiert worden. Es geht bei dem, was er dort sagte, um Daten, die auf einer Website im Internet kursieren. Solche Daten gibt es massenweise, das ganze Netz ist voll davon, wir werden damit immer wieder bombardiert. Das bedeutet aber nicht immer, dass etwas dahintersteckt." (Kathrin Zinkant)

2005

  • WELT ONLINE 01.12.2005: Peking weist Bericht über Vogelgrippe-Tote zurück "Chinas Gesundheitsminister Gao Qiang hat Vorwürfe vehement bestritten, daß lokale Behörden seines Landes das wahre Ausmaß der Vogelgrippe verschleiern oder vertuschen würden. Entsprechende Berichte, die von Hunderten Todesfällen, Mensch-zu-Mensch-Ansteckungen sprechen und Namen und Wohnorte der angeblichen Opfer nennen, "entsprechen nicht der Wahrheit"." (erl.)
  • NewScientist 28.11.2005: Official Chinese bird flu deaths could be 'tip of iceberg' "But the message is that "we do not know how many cases actually occurred in China", due to poor disease surveillance. "If surveillance is done more extensively, more cases may be detected." He says the international community should assist China with monitoring. He describes the situation as an "iceberg phenomenon" - with most cases unreported." (Debora MacKenzie)
  • The Epoch Times 26.11.2005: Bird Flu Killed 300 in China, Says Unofficial Report "WHO bird flu consultant Dr. Masato Tashiro presented this unverified information, received from China via "private channels," to a room of the world's top virologists, while speaking at the University of Marburg in Germany. According to the data, at least 300 people have died from H5N1 bird flu in China and 3000 have been infected including seven cases of human-to-human transmission, reported the German newspaper Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). (Jan Jekielek)
  • SPIEGEL ONLINE 25.11.2005: H5N1-Virus: Vogelgrippe in Asien nicht zu stoppen "Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Tashiros Meldung über Hunderte von Toten als "falsch" bezeichnet. Die Quelle, aus der der Japaner seine Zahlen bezogen habe, sei eine "sehr dubiose Internetseite", sagte Klaus Stöhr, Leiter des Influenza-Programms der WHO. Gegenüber dem "Tagesspiegel" erklärte der WHO-Experte: "Tashiro hat sich inzwischen selbst von seinen Aussagen distanziert."" (SPIEGEL ONLINE)
  • Wirtschaftswoche 23.11.2005: Lage ist nach neuen Vogelgrippe-Fällen „ernst“ " Zu Tashiros Angaben wollte die WHO offiziell keine Stellung nehmen. „Er ist ein hoch angesehener Wissenschaftler, der für die WHO auf freier Basis arbeitet“, sagte Sprecher Dick Thompson dem Handelsblatt in Genf. Zugleich lobte er die Informationspolitik Chinas. Er könne aber nicht ausschließen, dass es beim Informationsfluss aus den Provinzen nach Peking Verzögerungen gebe. Bei der Krise um die Lungenkrankheit Sars 2003 hatte China lange relevante Informationen zurück gehalten und so die internationale Reaktion erschwert. Daraus habe China aber gelernt, sagte Thompson." (HB Wirtschaftswoche)
  • FAZ.NET 23.11.2005: Seuchen: Eine Pandemie ist kein Hexenwerk "Peter Palese von der Mount Sinai School of Medicine zum Beispiel, der an der kürzlich veröffentlichten Rekonstruktion des 1918 grassierenden H1N1-Virus - des Erregers der "Spanischen Grippe" - beteiligt war, forderte beinahe provozierend die Belege einer bevorstehenden weltweiten Epidemie ein. Warum, fragte er, wissend, daß kein Kollege eine endgültige Antwort darauf geben konnte, sollte sich das Virus nicht längst an den Wirt Mensch angepaßt haben, wo es bereits seit mindestens acht Jahren unter dem Geflügel in Asien sein Unwesen treibe und damit immer wieder mit Menschen in Kontakt gekommen sei? Weshalb also wird das gefürchtete Virus nur in Ausnahmefällen - bisher sind etwa 130 Infektionen, darunter siebzig Todesfälle, offiziell registriert - auf den Menschen übertragen?" (Joachim Müller-Jung)
  • DER TAGESSPIEGEL 22.11.2005: Vogelgrippe: Täuscht China die Welt? "Jetzt gibt es Hinweise darauf, dass in Wirklichkeit China der Spitzenreiter ist. „Wir werden systematisch belogen“ – mit diesen deutlichen Worten charakterisierte am Samstag der japanische Influenza-Spezialist Masato Tashiro laut „FAZ“ die Situation. Der Virologe, der kürzlich im Auftrag der WHO in China unterwegs war, hatte an der Uni Marburg einen Vortrag über Vogelgrippe gehalten. Dabei hatte Tashiro einen Bericht gezeigt, der ihm in China inoffiziell zugespielt wurde." (Adelheid Müller-Lissner)
  • FAZ.NET 21.11.2005: Vogelgrippe in China: „Wir werden systematisch angelogen "Offiziell gab es im Reich der Mitte bislang drei mit der Vogelgrippe Infizierte. Doch wenn stimmt, was ein japanischer Virologe aus verläßlicher Quelle erfahren haben will, stellt die Epidemie in China alle bisher gesammelten Statistiken in den Schatten." (Joachim Müller-Jung)
  • dradio.de 21.11.2005: China verschweigt offenbar Vogelgrippe-Opfer "Acht Journalisten, die über diese Vogelgrippe-Fälle berichten wollten, seien verhaftet worden, so Tashiro, der an der Medizinhochschule in Tokio arbeitet. Möglicherweise sei das Vogelgrippevirus in China auch bereits von Mensch zu Mensch übertragen worden. Er habe diese Informationen aus inoffiziellen Quellen, so der japanische Wissenschaftler. Der Marburger Professor Hans-Dieter Klenk vom Institut für Virologie der Universität Marburg, einer der führenden deutschen Virologen, bestätigt den bisher fragwürdigen Umgang der chinesischen Behörden mit der Vogelgrippe." (Ludger Fittkau)


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