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2012

  • NZZ Online 18.01.2012: Streit um Tamiflu geht in die nächste Runde "Eine an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore durchgeführte medizinische Studie wirft weitere Fragen bezüglich der Sicherheit und der Wirksamkeit des Grippemedikamentes Tamiflu auf: Die Studie kommt zum Schluss, dass Tamiflu die Grippe, die in der Regel sechs bis sieben Tage dauert, zwar um 21 Stunden verkürzt. Nicht bestätigen konnte die unabhängige Forschergruppe der Organisation Cochrane Collaboration aber, dass durch das Medikament eine geringere Ansteckungsgefahr bestehe oder dass es weniger Komplikationen wie Lungenentzündung, weniger Einweisungen ins Spital" (zas)
  • The INDEPENDENT 18.01.2012: Tamiflu effects 'still uncertain' "The effects of antiviral drug Tamiflu - which was stockpiled by the Government at the height of the swine flu pandemic - are still uncertain, researchers said as they accused pharmaceutical giant Roche of withholding data." (PA)
  • dradio.de 18.01.2012: Geschönte Daten "Die große Metastudie wurde von einem internationalen Forscherteam erstellt und im Fachmagazin "Cochrane Database of Systematic Reviews". (doi:10.1002/14651858.CD008965.pub3) veröffentlicht. Danach habe der Hersteller die Angaben zu Wirkung und Nebenwirkung der Arznei gezielt geschönt." (Ralf Krauter, mit Audio)
  • WELT ONLINE 18.01.2012: Grippemittel: Tamiflu hat schwerere Nebenwirkungen als gedacht "Das Mittel ist demnach weniger wirksam und hat schwerere Nebenwirkungen als angegeben. Obwohl in einigen Studien psychische Beeinträchtigungen und Störungen des Nervensystems aufgetreten waren, sei dies nicht veröffentlicht worden, schreibt das Team im Fachmagazin "Cochrane Database of Systematic Reviews". Stattdessen lese man in den beiden am häufigsten zitierten Veröffentlichungen: "Es gab keine durch das Mittel verursachten schweren Nebenwirkungen."" (Pia Heinemann)
  • SF Schweizer Fernsehen 18.01.2012: Forscher zweifeln Wirkung von Tamiflu an "Der Epidemiologe Tom Jefferson vom unabhängigen Forschernetzwerk Cochrane Collaboration. Roche habe nur einen Bruchteil der Forschungsdaten zu Tamiflu je veröffentlicht, kritisiert er seit mehr als zwei Jahren. Zudem weigere sich Roche weiterhin, mehr als ein Viertel der unveröffentlichten Daten für eine unabhängige Analyse herauszugeben. Für ihre neue Studie griffen Jefferson und seine Kollegen deshalb auf unvollständige Daten der nationalen Zulassungsstellen der USA, der europäischen Union und Japans zurück." (Pascal Biber)
  • SPIEGEL ONLINE 18.01.2012: Grippe-Medikament: Forscher zweifeln an Wirksamkeit von Tamiflu "60 Prozent der Daten über klinische Studien der Phase III seien niemals veröffentlicht worden, berichten die Wissenschaftler. Phase III umfasst die letzten und umfangreichsten Studien vor Zulassung eines Medikaments. In diesen wird unter anderem die Wirksamkeit gegenüber einem wirkstofflosen Placebo getestet. Unter den unveröffentlichten Daten seien auch die Ergebnisse der größten jemals durchgeführten Tamiflu-Studie an 1.400 Menschen aller Alterstufen. Auch für die aktuelle Auswertung habe man noch nicht alle Daten vom Hersteller erhalten." (nik/dapd)
  • The New York Times 17.01.2012: New Questions Raised About Tamiflu’s Effectiveness "The new review said that data on 60 percent of the patients in the clinical trials of Tamiflu had never been published in medical journals. “If we look only at published reports, the extreme danger is that we are going to arrive at conclusions that are biased and that nobody should trust,’’ Mr. Doshi said." (Andrew Pollack)

2011

  • 3sat nano 02.02.2011: Zweifel an der Studie Forscher streiten um die Wirksamkeit von Tamiflu "Nach Angaben des japanischen Gesundheitsministeriums waren im April 2007 1079 Fälle aktenkundig, in denen die Tamiflu-Einnahme unerwünschte Wirkungen hatte. Bei 128 von ihnen - überwiegend Jugendlichen - kam es zu "abnormalem Verhalten": geistige Verwirrung." (mp mit Material von dpa und dapd, mit Videomaterial)

2010

  • süddeutsche.de 17.12.2010: Grippemedikamente: Die Tamiflu-Lüge "Und im Fall des bekannteren Tamiflu wurden offenbar selbst diese schwachen Daten geschönt, behauptet jetzt ein internationales Gutachterteam der Cochrane Collaboration, eines Netzwerks von Wissenschaftlern, das systematische Übersichtsarbeiten zur Bewertung von medizinischen Therapien erstellt." (Nike Heinen)
  • SPIEGEL ONLINE 09.06.2010: Schweinegrippe-Pandemie: Wie die WHO das Vertrauen der Verbraucher verseucht "n dem Bericht heißt es, einige der Autoren, die an den Richtlinien der WHO zum Umgang mit Grippepandemien mitgewirkt haben, hätten zur gleichen Zeit Geld von den Pharmafirmen GlaxoSmithKline [1] (GSK) und Roche erhalten. GSK ist Hersteller des Impfstoffs Pandemrix, der gegen die Schweinegrippe zum Einsatz kam. 2007 hatte sich Deutschland dem britischen Konzern gegenüber vertraglich verpflichtet, den GSK-Pandemie-Impfstoff zu kaufen, sobald Phase 6 ausgerufen wird. Roche vertreibt das Grippemedikament Tamiflu (Wirkstoff Oseltamivir)." (Cinthia Briseño)
  • WELT ONLINE 04.06.2010: WHO: Bezahlte Pharmaindustrie für Panik vor Schweinegrippe? "Eine Untersuchung des „British Medical Journal“ und der englischen Journalisten-Initiative Bureau of Investigative Journalism (BIJ) kommt zu dem Schluss, dass die Autoren der WHO-Richtlinie von der Pharmaindustrie bezahlt wurden. Mindestens drei der beteiligten Wissenschaftler standen gleichzeitig auf der Gehaltsliste GlaxoSmithKline (GSK) und Roche. Beide Hersteller profitierten mit Relenza und Tamiflu maßgeblich von der Angst vor der Schweinegrippe." (Tina Kaiser)
  • WELT ONLINE 18.02.2010: Gesundheit: Medikamente mit Sicherheitsproblemen aufgelistet "Die US-Arzneimittelbehörde FDA prüft mögliche Gesundheitsrisiken durch Medikamente mehrerer Pharmakonzerne, darunter die Schweizer Unternehmen Roche und Novartis. Im Fall von Roches Grippemedikament Tamiflu werde Hinweisen auf Unterkühlung nachgegangen, teilte die FDA mit. Im Zusammenhang mit dem Novartis-Krebsmittel Gleevec, das in Europa Glivec heißt, sei über Gehörverlust berichtet worden." (Reuters/cl/ph)
  • arznei-telegramm 15.01.2010: Zweifel an den Daten zu Oseltamivir (Tamiflu) "Bei kritischer Überprüfung der Daten stellt die Cochrane-Gruppe fest, dass durch das von KAISER gewählte statistische Verfahren ein systematischer Fehler entstanden ist. Sie bemühen sich daher für eine eigene Analyse um die individuellen Patientendaten, die sie jedoch nicht erhalten. Das aktuelle Update des Cochrane-Reviews berücksichtigt die KAISER-Analyse daher nicht. Ein signifikanter Einfluss auf Influenzakomplikationen lässt sich für Oseltamivir nun nicht mehr nachweisen (Risk Ratio 0,55; 95% Konfidenzintervall 0,22-1,35).4" (arznei-telegramm)

2009

  • the Atlantic Dezember 2009: The Truth About Tamiflu "Now it looks as if our concerns were correct, and the nation may have put more than a billion dollars into the medical equivalent of a mirage. This week, the British medical journal BMJ published a multi-part investigation that confirms that the scientific evidence just isn’t there to show that Tamiflu prevents serious complications, hospitalization, or death in people that have the flu." (Shannon Brownlee, Jeanne Lenzer)
  • DER SPIEGEL 26.10.2009: Ethische Grauzone "Aufschlussreich ist der Fall eines Verbands nach belgischem Recht, der als European Scientific Working Group on Influenza (ESWI) firmiert und sich zur Aufgabe gesetzt hat, die Gefahren einer Influenza-Pandemie ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Zusammengeschlossen haben sich in der Vereinigung wissenschaftliche "Meinungsführer auf dem Gebiet der Grippe". Alleinige Geldgeber sind zehn Pharmaunternehmen, darunter GlaxoSmithKline, der Hersteller des deutschen Schweinegrippe-Impfstoffs, und Roche, Produzent des antiviralen Mittels Tamiflu." (Gerald Traufetter)
  • SPIEGEL ONLINE 24.10.2009: Nähe zu Pharmaindustrie: Pandemie-Beauftragter der Regierung hat umstrittenen Beraterjob "Walter Haas, Koordinator der Influenza-Expertengruppe am staatlichen Robert-Koch-Institut (RKI), ist wissenschaftlicher Berater einer ausschließlich von der Pharmaindustrie finanzierten Vereinigung. Nach SPIEGEL-Informationen unterstützen zehn Arzneikonzerne die European Scientific Working Group on Influenza (ESWI), für die er tätig ist." (SPIEGEL ONLINE)
  • SPIEGEL ONLINE 16.10.2009: Anti-Grippe-Mittel: Ärzte befürchten massive Tamiflu-Nebenwirkungen "In Japan, wo Tamiflu schon seit Jahren verschrieben und auch massenhaft eingenommen wird, vermuten Mediziner bei drei Prozent aller Heranwachsenden eine Verhaltensveränderung nach Einnahme von Tamiflu. Das Spektrum reiche von Halluzinationen bis hin zu Unfällen, die sich aufgrund der Persönlichkeitsveränderungen ereignet hätten. Jefferson hat zudem auf dem Rechtsweg bislang geheime Daten der US-Ernährungs- und Arzneimittelbehörde FDA besorgt, um nach möglichen weiteren Hinweisen auf psychiatrische Effekte zu fahnden. "Ich war erschrocken, wie wenig die Behörden eigentlich über die Nebenwirkungen von Tamiflu wissen", sagt Jefferson." (Gerald Traufetter, Christoph Seidler)
  • FAZ.NET 07.09.2009: Schweinegrippe: „Werfen Sie das Tamiflu weg! "Die Antibiotika schlagen nicht an, die Mutter bringt das Kind zu einem anderen Arzt. Der strahlt sie an: „Werfen Sie die Antibiotika weg. Ihre Tochter hat Schweinegrippe. Die ist harmlos. In zwei Tagen springt Ihre Tochter wieder fröhlich herum.“ Die Mutter sagt etwas von Tamiflu. „Um Gottes willen. Werfen Sie das Zeug auch weg.“ Aber ist die Schweinegrippe nicht ansteckend? Der Arzt: „Ich hatte hier etwa 200 Fälle. Und ich sitze doch immer noch auf meinem Stuhl, oder?“" (Bettina Schulz)
  • aerzteblatt.de 03.08.2009: Tamiflu: Albträume und Nausea bei Kindern "Zu den unangenehmen Erfahrungen der mit H1N1-Epidemie gehört, dass der Einsatz von Oseltamivir (Tamiflu®) bei Kindern nicht unproblematisch ist. Britische Mediziner berichten in Eurosurveillance (Online), dass die Hälfte der Kinder über Nebenwirkungen klagte." (rme/aerzteblatt.de)
  • Frankfurter Rundschau 04.07.2009: Schweinegrippe: Tamiflu hilft nicht mehr "Unterdessen wurden bei Schweinegrippe-Patienten in Hongkong, Japan und Dänemark erste Resistenzen gegen das Grippemittel Tamiflu beobachtet. Die Gesundheitsbehörden nannten die Einzelfälle jedoch nicht beunruhigend. Alle drei Patienten sind bereits wieder gesund. Tamiflu-Hersteller Roche betonte, ein geringer Anteil von Resistenzen sei zu erwarten gewesen und werde stets auch bei der saisonalen Grippe beobachtet." (dpa)
  • DEUTSCHE WELLE 11.05.2009: German expert doubts anti-viral drug Tamiflu can fight swine flu ""We absolutely do not know whether it helps with swine flu," Muehlbauer said in an interview with German news magazine Der Spiegel. "The efficacy has only been shown in the lab. One should first prove that this medication actually works against this new kind of pathogen before one damages the economy by shelling out millions on Tamiflu."" (sp/sms, Reuters/AP/dpa)

2008

2007

2006

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