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2011

  • taz.de 16.09.2011: Wissenschaftsbetrug in der Physik: Doktortitel entzogen "Der 41-jährige Physiker Jan Hendrik Schön hat zu Recht von der Universität Konstanz die Doktorwürde entzogen bekommen – wegen Wissenschaftsbetrugs. Das entschied am Dienstag der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH, Az. 9 S 2667/10). Das besondere an dem Urteil: Der Physiker Schön hat nicht für seine 1997 vorgelegte Doktorarbeit betrogen und gefälschte Daten veröffentlicht, sondern erst einige Jahre später als international hoch angesehener Physiker an den Bell Laboratories in den USA. " (Wolfgang Löhr)
  • see-online.info 15.09.2011: Konstanzer Uni-Rektor über Urteil der Verwaltungsrichter erleichtert "„Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist ein klares Bekenntnis zu den Grundsätzen guter wissenschaftlicher Praxis. Es wurde herausgestellt, dass das Vertrauen in unabdingbare wissenschaftliche Prinzipien wie die Echtheit und die Dokumentation von Originaldaten sowie die Reproduzierbarkeit experimenteller Ergebnisse unbedingt zu schützen ist. Dass dies vom Gericht bestätigt worden ist, freut mich sehr“, so Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor der Universität Konstanz." (wak)
  • neckar-chronik.de 15.09.2011: Verwaltungsgerichtshof bestätigt Uni Konstanz "Die Einhaltung von allgemein anerkannten Mindeststandards sei "ein wesensbestimmtes Grundsatzmerkmal und unverzichtbare Basis wissenschaftlichen Wirkens". Die Entziehung des Dr. rer. nat. sei "im Interesse einer funktionstüchtigen Wissenschaft" verfassungsgemäß." (Hans Georg Frank)
  • studi.kurier.at 15.09.2011: "Unwürdig": Titel aberkannt "Nun ist der Titel entgültig weg. Die Universität Konstanz hat dem umstrittenen Physiker Jan Hendrik Schön den Doktorgrad 2004 zu Recht aberkannt. Die Richter des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim folgten damit am Mittwoch der Argumentation der Hochschule, Schön habe sich bei seiner wissenschaftlichen Tätigkeit "unwürdig" verhalten." (APA/seb)
  • ZEIT ONLINE 15.09.2011: Fälschung: Doktortitel wegen "Unwürdigkeit" aberkannt "Demgegenüber sagt jetzt der Verwaltungsgerichtshof: Die Unwürdigkeit im Gesetz könne auch rein "wissenschaftsbezogen" verstanden werden.. Insoweit stehe "nicht ein personenbezogener Würdebegriff und ein hierauf zielendes Unwerturteil in Rede, sondern die Verletzung der wissenschaftlichen Kernpflichten". Es komme auf den Vertrauensschutz für die wissenschaftliche Gemeinschaft in der breiten Öffentlichkeit an. Dieser habe Verfassungsrang. Demgegenüber könne jemand wie Schön auch ohne Doktorhut seinem Beruf nachgehen." (Hermann Horstkotte)
  • Universität Konstanz 15.09.2011: Universität Konstanz hat Jan Hendrik Schön zu Recht den Doktorgrad entzogen "Im Gegensatz zum Freiburger Urteil argumentiert das höherinstanzliche Gericht, dass der Begriff der Unwürdigkeit auch wissenschaftsbezogen ausgelegt werden könne. Wie Richter Reinhard Schwan in seiner mündlichen Urteilsbegründung ausführte, werde der Führende eines Doktorgrades als Mitglied der Wissenschaftsgemeinde ausgewiesen. Damit werde ihm nicht nur die Befähigung zur selbständigen wissenschaftlichen Arbeit bestätigt, sondern darüber hinaus ein erhöhter Vertrauensvorschuss entgegengebracht." (Pressemitteilung)
  • STUTTGARTER ZEiTUNG 14.09.2011: Urteil in Mannheim: Umstrittener Physiker ist Doktortitel los "Ebenso wie im Berufsrecht – etwa beim Widerruf einer Approbation – müsse dabei ein schweres Fehlverhalten verlangt werden. Darauf, dass damit auch ein Straftatbestand erfüllt werde, komme es nicht an. Durch die Verleihung des Titels werde der Promovierte öffentlich sichtbar als Mitglied der Wissenschaftsgemeinde ausgewiesen und genieße einen erhöhten Vertrauensvorschuss. Deshalb habe sich jemand als unwürdig erwiesen, wenn er gravierend gegen die geltenden Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis verstoße." (Johanna Eberhardt)
  • SPIEGEL ONLINE 14.09.2011: Urteil: Ex-Spitzenforscher bleibt "unwürdig" für Doktortitel "Schön habe mit seinen Fälschungen "gegen allgemeine Grundsätze verstoßen" und trotz ordnungsgemäßer Promotion später nicht nachgewiesen, dass er wissenschaftlich korrekt arbeite. Der VGH hegte keinen Zweifel daran, dass Schön tatsächlich Daten gefälscht habe. Einst als "bahnbrechend" bezeichnete Ergebnisse in Experimenten habe er nicht wiederholen können." (otr/dpa)

2010

  • see-online.info 30.11.2010: Uni Konstanz wirft Physiker "wissenschaftlichen Fehlverhalten" vor "„Die Berufung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg“, erklärt Rektor Ulrich Rüdiger. „Wir sind zuversichtlich, dass eine obergerichtliche Entscheidung den unabdingbaren Prinzipien korrekten wissenschaftlichen Verhaltens Geltung verschaffen wird.“" (wak)
  • Bodensee-Woche.de 30.11.2010: Die Universität Konstanz geht in Sachen "Dr." Schön in Berufung "„Vor dem Hintergrund der Bedeutung des wissenschaftlichen Fehlverhaltens von Jan Hendrik Schön können wir dieses Urteil nicht akzeptieren. Mit der Berufung geht es um die grundsätzliche Frage, wie Universitäten auf schwere wissenschaftliche Vergehen reagieren können“, begründete Rektor Prof. Dr. Ulrich Rüdiger den Schritt der Universität." (Fritjof Schultz-Friese)
  • see-online.info 27.09.2010: Ehemaliger Konstanzer Physiker Jan Hendrik Schön darf Doktortitel behalten "Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Freiburg hat heute der Klage von Dr. Jan Hendrik Schön gegen die Universität Konstanz wegen Entziehung des Doktorgrades stattgegeben. Wie Richter Dr. Werner Cordes bei der mündlichen Urteilsbegründung ausführte, kann ein Entzug des Doktorgrades wegen wissenschaftlichen Fehlverhaltens nach den einschlägigen hochschulrechtlichen Bestimmungen nicht ausgesprochen werden." (wak)
  • Universität Konstanz 27.09.2010: Verfahren um Entzug des Doktorgrades von Dr. Jan Hendrik Schön "Festzuhalten ist, dass das Urteil des Verwaltungsgerichts Freiburg nicht besagt, Jan Hendrik Schön habe kein gravierendes wissenschaftliches Fehlverhalten begangen. Tatsächlich haben die Richter die Frage, ob wissenschaftliches Fehlverhalten vorliege, nicht geprüft. Es wurde lediglich festgestellt, dass aus Sicht der Richter die Rechtsgrundlage für einen Entzug des Doktorgrades gegenwärtig nicht geben ist." (Presseinformation Nr.119/2010)
  • Badische Zeitung 23.09.2010: Titelkampf des Nestbeschmutzers: Forschungsbetrüger muss um seinen Doktortitel kämpfen "Nun will ihm die Uni Konstanz mit dem Titel auch noch den letzten Rest Physikerehre nehmen, der ihm geblieben ist. Dabei hatte sie selbst mit einer eigenen Untersuchungskommission seine Doktorarbeit überprüft und zwar festgestellt, dass der Physiker auch in Konstanz einst Daten verändert und Messkurven geglättet hatte – ihm aber kein wissenschaftliches Fehlverhalten vorzuwerfen sei." (Michael Brendler)
  • Südkurier 21.09.2010: Physiker kämpft um seinen Doktortitel "Acht Jahre nach dem Bekanntwerden eines der größten Forschungsskandale in der Physik weltweit beginnt jetzt das juristische Nachspiel. Am morgigen Mittwoch verhandelt das Verwaltungsgericht Freiburg über die Klage von Jan Hendrik Schön, dem die Universität im Jahr 2004 die Doktorwürde entzogen hatte. " (Jörg-Peter Rau)

2009

  • SPIEGEL ONLINE 28.10.2009: Physik-Forschungsskandal: Uni Konstanz bleibt bei Aberkennung des Doktortitels "Gegen die Titel-Aberkennung durch ein mit zwölf Hochschullehrern besetztes Gremium konnte Schön Widerspruch einlegen - und tat es. Doch der Promotionsausschuss hielt an seiner Einschätzung im Widerspruchsverfahren fest, für das erneut verschiedene Publikationen geprüft worden seien. Es bleibe bei der Feststellung eines erheblichen wissenschaftlichen Fehlverhaltens. Schön habe sich dadurch für den Doktorgrad als unwürdig erwiesen." (Frank van Bebber)

2006

  • scienzz magazin 31.07.2006: WISSENSCHAFTSBETRUG: Schwindler im Elfenbeinturm "Gerade sollte Schön zum jüngsten Direktor am Stuttgarter Max-Planck-Institut für Festkörperphysik berufen werden, als auffiel, dass mehrere Grafiken in verschiedenen Publikationen identisch waren. Weder die Mitautoren noch die Prüfer der Wissenschaftsmagazine hatten etwas von den Fälschungen bemerkt, geschweige denn Verdacht geschöpft auf Grund der hohen Zahl von Veröffentlichungen." (Isabelle Bareither)

2002

  • Wiener Zeitung.at 06.11.2002: Acht Fachartikel zurückgezogen "Der deutsche Physiker Jan Hendrik Schön sorgt für den bisher größten Rückzieher wissenschaftlicher Fachartikel im renommierten US-Forschungsjournal "Science". Insgesamt acht Aufsätze ziehen Schön und andere beteiligte Forscher in der aktuellen Ausgabe zurück, nachdem eine Prüfungskommission der Bell Labs in Murray Hill (US-Bundesstaat New Jersey) die Resultate des Nachwuchswissenschafters vor einem Monat als teilweise gefälscht entlarvt hatte." (Wiener Zeitung)
  • stern.de 01.11.2011: BETRUG: Ende einer Forscherkarriere "Insgesamt acht Aufsätze ziehen Schön und seine Kollegen in der aktuellen Ausgabe zurück, nachdem eine Prüfungskommission der Bell Labs die Resultate des deutschen Nachwuchsforschers vor einem Monat als teilweise gefälscht entlarvt und seine Entlassung veranlasst hatte. Nach Auskunft der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (AAAS), Herausgeberin von »Science«, wurden noch nie so viele Artikel auf einmal aus dem Journal zurückgezogen." (stern.de)
  • wired.com 31.10.2002: Science Star's Papers Retracted "In the largest block retraction ever published in the prestigious journal Science, eight papers by discredited researcher Hendrik Schon are being withdrawn at the request of his co-authors." (Associated Press)
  • DEUTSCHE WELLE 01.10.2002: Von Forschern und Fälschern "Nach Angaben dieser Kommission unter Leitung des Forschers Malcolm Beasley von der Stanford University soll Schön von 1998 bis 2001 in mindestens 16 Fällen Daten manipuliert oder falsch dargestellt haben. Das bedeutet das Ende einer steilen Karriere. "Wir sind zutiefst enttäuscht, dass ein solcher Fall wissenschaftlichen Fehlverhaltens in den "Bell Labs" passiert ist - zum ersten Mal in unserer 77-jährigen Geschichte", erklärte "Bell Labs"-Präsident Bill O'Shea. " (lh)
  • C&EN 30.09.2002: Bell Labs Fires Phycicist For Faking Data "Lucent Technologies’ Bell Labs fired physicist Jan Hendrik Schön last week, after an independent investigatory committee headed by Stanford University physics professor Malcolm R. Beasley concluded that Schön fabricated the spectacular findings he had reported in the field of molecular electronics." (Pamela Zurer)
  • Berliner Zeitung 28.09.2002: Der deutsche Physiker Jan-Hendrik Schön gilt als Fälscher: Unvereinbar mit der Physik "In dem 174-seitigen Report konstatiert die Kommission, dass Schön bei 16 von 24 untersuchten Publikationen "wissenschaftliches Fehlverhalten" vorzuwerfen sei. Einige seiner Ergebnisse widersprächen "der bekannten Physik". In anderen Papieren wiesen Schöns Daten eine Präzision auf, die in realen Experimenten nicht zu erwarten sei." (Thomas Rogalla)
  • bild der wissenschaft 27.09.2002: Deutscher Nano-Star gefeuert "Die renommierten Bell-Labs in Murray Hill haben gestern den Nanoforscher Jan-Hendrik Schön wegen Datenfälschung gefeuert. Schön habe eine "rücksichtslose Missachtung der Unverletzlichkeit wissenschaftlicher Daten gezeigt", heißt es in einem Bericht des Komitees, das im Mai dieses Jahres zur Beurteilung des Fälschungsvorwurfs von den Forschungslaboratorien der Firma Lucent Technologies eingesetzt wurde." (Jan Oliver Löfken)
  • SFGate.com 26.09.2002: Physicist fired over dubious data / Bell Labs says a top scientist rigged results--he admits 'mistakes "An influential physicist whose work in superconductivity and molecular- scale electronics seemed poised to revolutionize his field has been fired by Bell Labs for allegedly falsifying experiments over a four-year period, a committee investigating the matter reported Wednesday." (Charles Piller)
  • superconductors.org 25.09.2002: The Beasly Report "Bell Labs announced today the findings of an independent committee it formed to investigate the validity of certain research reported by teams of Bell Labs and other scientists. In its report, the committee concludes that one member of these teams, Jan Hendrik Schön, had engaged in scientific misconduct by falsifying and fabricating experimental data between 1998 and 2001. " (Courtesy Lucent Technologies)
  • seattlepi.com 25.09.2002: Scientific fraud found at Bell Labs "The review committee concluded Schon, 32, made up or altered data at least 16 times between 1998 and 2001 -- the first case of scientific fraud in the 77-year history of the Nobel Prize-winning laboratory, Lucent Technologies said yesterday. Bell Labs is the research arm of Lucent, which makes telecommunications gear; the labs used to be part of AT&T." (Linda A. Johnson)
  • physicsworld.com 25.09.2002: Bell Labs physicist fired for misconduct "A physicist at Bell Labs has been sacked for falsifying and fabricating data in a series of high-profile papers on superconductivity and molecular electronics. Jan Hendrik Schön was fired today after an investigation committee found him guilty of "scientific misconduct" on 16 out of 24 charges. All of his co-authors, who had contributed to the experiments and appeared on several of the papers, have been cleared of any misconduct." (Matin Durrani)
  • WELT ONLINE 28.05.2002: Führende Nanoforscher sollen Daten manipuliert haben "So präsentierte erst vor wenigen Monaten die Gruppe um den deutschen Physiker und Forscherstar in der Nano-Szene, Jan Hendrik Schön, an den amerikanischen Bell-Labs in Murray Hill einen Transistor aus einem einzigen Molekül. Doch nun berichtet die Zeitschrift "Nature", es bestünde der Verdacht, dass die Daten von Veröffentlichungen in den renommierten Fachzeitschriften von "Science" über "Nature" bis zu "Applied Physics Letters" manipuliert sein könnten." (Jan Oliver Löfken)
  • SPIEGEL ONLINE 23.05.2002: Mini-Transistoren: Betrug im Vorzeigelabor? "Prestigeadresse: Die Bell Labs sind Lucents Aushängeschild, Forscher heißen hier "Innovators" - Das fünfköpfige Gremium soll nun bis zum Ende des Sommers unter anderem die auffälligen Ähnlichkeiten zwischen verschiedenen Datenreihen untersuchen, die eigentlich rein gar nichts miteinander zu tun haben dürften." (Christoph Seidler)

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