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Gute, wissenschaftliche Praxis und wissenschaftliches FehlverhaltenBearbeiten

Wissenschaft5

Obwohl wissenschaftliches Fehlverhalten seit Jahrhunderten bekannt ist, wurde es erst vor relativ kurzer Zeit als Problem erkannt, klassifiziert und entsprechend geächtet. Es wurden Massnahmen erarbeitet und ergriffen, um es einzudämmen.Trotzdem lebt die öffentliche Diskussion darüber wieder auf, verknüpft mit weiteren Forderungen. Daten zur Häufigkeit wissenschaftlichen Fehlverhaltens sind rar und nur rudimentär vorhanden, meist wird mit Schätzungen argumentiert. Dafür sind die bekannten Verstösse um so eklatanter.

ThemenBearbeiten

Fälschung, Klau und Manipulation: Forschung im ZwielichtBearbeiten

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Erst nach und nach wird deutlich, in welchem Masse Daten manipuliert, gefälscht oder gleich ganz erfunden wurden. Oft trifft man auf renommierte Wissenschaftler, die durch eine Fülle von Veröffentlichungen internationalen Ruhm geerntet haben. In diesen Fällen ist der Fall dann sehr tief, der entstandene Schaden für die Wissenschaft enorm. Weitgehend unbeachtet bleiben hingegen die schon alltäglichen Manipulationen der Pharmaindustrie, die hohen menschlichen und finanziellen Schaden anrichten.

Titelkauf: Doktor werden ist nicht schwer, Doktor bleiben um so mehrBearbeiten

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Die Anforderungen einer ordnungsgemässen Promotion sind zwar je nach Fach unterschiedlich, aber überall legendär. Nicht Jeder kann oder will diesen Weg mit eigenem Können bestreiten, sei es weil die Vorraussetzungen fehlen, sei es, dass die Anstrengungen zu gross erscheinen. Ist der Wunsch nach dem begehrten Doktortitel gross genug, werden diverse Wege beschritten, ihn abseits der üblichen Regularien zu ergattern. So kauft man die Zulassung zur Promotion, die Dissertation selbst oder bemüht Schein-Universitäten im Ausland. Es gibt diverse Möglichkeiten, von denen hier einige aufgezeigt werden.

Plagiate: Ich googel was, was du nicht kennstBearbeiten

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Aktuell sorgen Dissertationen deutscher Spitzenpolitiker für Aufsehen, die sich als Plagiate grossen Stils erwiesen haben. Etliche Doktortitel wurden bereits entzogen, weitere Prüfungsverfahren an den Universitäten sind im Gange. Das wahre Ausmass ist hingegen weitgehend unbekannt. Es gibt Hochschulen, die sich der Problematik offen stellen, von einem Massenphänomen sprechen und sogar Forschung auf diesem Gebiet betreiben, zumindest, was studentische Plagiate betrifft. Sehr viel häufiger wird das Problem aber verleugnet und die Diskussion darüber eher unterbunden. Noch weniger bekannt ist auch nur das geschätzte Ausmass an Plagiaten bei Doktoranden und auch Professoren. Tabula rasa wie Tabu!

Missbrauch: Pädagogischer Eros auf AbwegenBearbeiten

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Häufig ist vom Pädagogischen Eros die Rede, wenn es um die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern, Professoren und Studenten, Doktoreltern und Doktoranden geht. Gemeinhin ist sie positiv konnotiert, als eine Beziehung, von der beide Seiten auf ihre Weise profitieren. Manchmal gerät dieses Gleichgewicht aber aus den Fugen und verwandelt sich in Abhängigkeit, Ausbeutung und Missbrauch. Dieser Aspekt ist zwar oft wissenschaftlicher Alltag, aber bislang am wenigsten beleuchtet und am meisten tabuisiert.

Kurioses: Willkommen in AbsurdistanBearbeiten

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Manchmal gibt es Affären, die sprachlos machen, zum Schmunzeln oder reiner Schadenfreude verleiten, je nach Gemüt. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn Betrüger selbst hereingelegt werden. Für Aussenstehende ist es in der Regel schwer nachvollziehbar, in welchem Masse Menschen ihren Realitätssinn ausschalten, wenn sie ihr Ziel mit allen Mitteln erreichen wollen.

Andere Fälle sind ausgesprochen bizarr. Werden im Rahmen eines Studiums reguläre Prüfungen nur gegen Bezahlung ermöglicht, nimmt es auch nicht Wunder, dass so viel Unverfrorenheit vor den tiefen Fall kommt.

UrsachensucheBearbeiten

Klare Sache: Schuld am wissenschaftlichen Fehlverhalten hat Derjenige, der es begeht. Er wird dafür auch sanktioniert. Allerdings sind die Umstände und Gründe oft weniger eindeutig. Was an äusseren und inneren Faktoren dazu beiträgt, ist oft sehr komplex und vielschichtig. Manche Zwänge sind so evident, dass sie kaum noch wahrgenommen werden. Hier lohnt sich ein Blick auf allzu Selbstverständliches.

Individuelle UrsachenBearbeiten

  • Überforderung und die kleinen Helferlein (Antidepressiva, leistungssteigernde Substanzen etc.)
  • Titel machen Leute

Systemische UrsachenBearbeiten

  • Publish or perish
  • Wer gewinnt die Fördertöpfe?
  • (Ver)Suchmaschinen
  • Wissenschaftliches Proletariat
  • etc.

Darstellung des Wissenschaftlers in den MedienBearbeiten

Ein interessanter Aspekt ist die Darstellung des Wissenschaftlers in den Medien, speziell im Kino und im Fernsehen. Dies betrifft vor allem Ärzte, aber auch andere Naturwissenschaftler. Jede Zeit hat hier ihre Rollenvorbilder in ganz unterschiedlicher Typisierung vor dem jeweiligen gesellschaftlichen Hintergrund..

  • Von der Schwarzwald-Klinik zu Dr. House, von Dr. Quincy zu Miami CSI, vom Berufsethos zur technischen Perfektion: Rollenbilder im Wandel der Zeit
  • Selbstdarstellung von Wissenschaftlern in DFG Science TV auf eigener Website und Youtube

Politische RahmenbedingungenBearbeiten

Wissenschaft geschieht nicht im luftleeren Raum, sondern im Kontext gesellschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen. Auf diesem Gebiet sind in den letzten Jahrzehnten gravierende Veränderungen erfolgt und noch im Gange. Ihr Einfluss auf die wissenschaftliche Arbeit ist noch nicht vollends absehbar.

  • Bologna und die Folgen
  • Auslandsstudium
  • Privatuniversitäten
  • Stiftungsprofessuren
  • Drittmittelforschung
  • Exzellenzinitiative
  • Rüstungsforschung, Biowaffen etc.

Eingeleitete MassnahmenBearbeiten

Einige Universitäten haben in Teilbereichen bereits konkrete und erfolgreiche Schritte unternommen, um wissenschaftliches Fehlverhalten einzudämmen. Dies ist vor allen in Nordrhein-Westfalen der Fall, wo das Hochschulgesetz (§92, Abs.7) empfindliche Strafen bei Täuschungen vorsieht. Die Universitäten Münster und Bielefeld haben erste Plagiatsforschungen betrieben und entsprechende Massnahmen umgesetzt. Vielerorts wurden bereits Promotionsordnungen geändert und die Plagiatssuche auch per Software intensiviert.

UrteileBearbeiten

Zu den einzelnen Bereichen wissenschaftlichen Fehlverhaltens sind inzwischen diverse Urteile ergangen. Urteile dazu werden kommentiert und eingeordnet, um die gegenwärtige Rechtslage in Deutschland verständlich zu machen. Diese Seite dient lediglich der Information und stellt keine Rechtsberatung dar.

Gesetze und RichtlinienBearbeiten

Abgesehen von diversen Bundes- und Landesgesetzen haben die Universitäten in unterschiedlichem Masse Richtlinien erlassen, um wissenschaftliches Fehlverhalten zu vermeiden bzw. zu sanktionieren. So wurden neue Prüfungs- und Promotionsordnungen erlassen, Promotionsverträge erarbeitet und Graduiertenkollegs eingerichtet.

  • Anti-Korruptionsgesetz, Kommission zur Selbstkontrolle in der Wissenschaft, Promotionsordnungen etc.

ForderungenBearbeiten

Nach einer offensichtlichen Häufung von Skandalen im Wissenschaftsbereich haben politische Parteien, Organisationen, Institutionen, Wissenschaftler und Journalisten Forderungen erhoben, wie ihnen entgegnet werden kann. Sie werden hier gesammelt, aufgeführt und bewertet . Daneben wollen wir überlegen, was wir selbst noch an Vorschlägen und Ideen haben, wie dem leidigen Thema Wissenschaftsbetrug engere Grenzen gesetzt werden können. Grundgedanke dabei ist eine Art Massnahmenkatalog, der länderübergreifend Anwendung finden sollte.

Wie wurden bisher beschlossene Massnahmen umgesetzt? Wo liegen Schwachpunkte, die eine effektive Umsetzung erschweren/verhindern?

  • Hehrer Vorsatz, nix dahinter? Was wir brauchen und worauf wir verzichten sollten.
  • Forschung, Schulung der Betreuer, Problembewusstsein. Instruktion zu guter wissenschaftlicher Praxis
  • Gleiche Ethikstandards für alle Wissenschaftler, keine Sonderrolle für Pharmazeuten
  • Konsequente Sanktionierung wissenschaftlichen Fehlverhaltens
  • Regressforderung bei offenkundigem Betrug

Aktuelle Fragestellungen der WissenschaftsethikBearbeiten

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Wissenschaftliches Fehlverhalten ist ein Teilbereich einer umfassenderen Wissenschaftsethik. Neben der Festlegung der Standards für eine gute wissenschaftliche Praxis gehört dazu auch die Berücksichtigung der Auswirkung wissenschaftlicher Ergebnisse auf die Gesellschaft. Ein klassisches Beispiel für ethische Probleme war die Entdeckung der Kernspaltung und ihre Bedeutung für die Entwicklung von Kernwaffen. Aktuell stehen vor allem die Biowissenschaften im Focus der Aufmerksamkeit. Problemstellungen sind hier die Entwicklung von Biowaffen und die Sicherheit der Labore zum Schutz vor Freisetzung künstlich geschaffener Lebensformen, aber auch Chancen und Risiken von transgener Lebewesen. Freiheit der Wissenschaft oder Selbstzensur markieren die jeweiligen Eckpositionen.

  • Was ist Wissenschaftsethik?
  • Die Rolle von Ethikkommissionen
  • Deutscher Ethikrat
  • Parlamentarischer Ethikbeirat

BiowissenschaftenBearbeiten

  • Genetik - Epigenetik
  • Office of Biotechnology Activities
  • Asilomar 1975
  • CRO/SMO (Auftragsforschungsinstitute, Site-Management)

GentechnikBearbeiten

  • Varianten der Gentechnik (grüne, rote, weisse/graue Gentechnik)
  • Die Züchtung von Chimären
  • Genfood (Mais, Reis, Kartoffel, Erbsen, Tomaten, Weizen etc.)
  • Transgene Bäume (Obstbäume, Klimaschutz, Bodensanierung etc.)
  • Monsanto
  • Der Fall Arpad Pusztai
  • Pharmapflanzen (Kartoffeln, Tabak etc.)
  • Monoklonale Antikörper (TeGenero)
  • Gentherapie (Jesse Gelsinger)

Synthetische BiologieBearbeiten

  • Chancen und Risiken der synthetischen Biologie
  • Do-it-yourself-Biologie und Biohacking
  • Exkurs: Die Schweinegrippe-Pandemie 2009
  • Die Züchtung aggressiver Grippeviren
  • Craig Venter
  • Von der Eugenik zur synthetischen Biologie (Rassenhygiene, Lebensborn, Euthanasie, Präimplantationsdiagnostik, Gentherapie, BioBricks, Genfähren, artificial cells etc.)
  • Schöne neue Welt oder Horrortrip? (Zukunftsvisionen der Biowissenschaftler)

KlimatologieBearbeiten

  • Geo-Engineering

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